?Hurra in Tempelhof? - Der Frauenmärz 2007

Das Eröffnungsfest vom diesjährigen Frauenmärz von Tempelhof-Schöneberg fand wieder im Lichtenrader Gemeinschaftshaus statt. Das Fest ist der Beginn einer Reihe von Veranstaltungen im Bezirk. Der Frauenmärz findet bereits zum 22. Mal, diesmal unter dem Motto „Lebenskonzepte“, statt.

Die Journalistin Petra Schwarz begrüßt die Gäste und moderiert die Veranstaltung in angenehmer natürlicher Liebenswürdigkeit. Der Saal ist bis zum letzten Sitzplatz gefüllt. Als „Schirmfrau“ wird Andrea Fischer, Bundesministerin für Gesundheit a.D., begrüßt.

Andrea Fischer nimmt sich dem Motto „Lebenskonzepte“ in ihrem Grußwort an: „Es gibt immer wieder Veränderungen im Leben und wir planen neue Konzepte“. Die ehemalige Bundesgesundheitsministerin hat schon selbst verschiedenste Lebenskonzepte gelebt. „Bei allen Ängsten vor Neuanfängen, z.B. nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag, hat dies mein Leben, im nachhinein betrachtet, bereichert!.“

Andrea Fischer, Bundesministerin für Gesundheit a.D.

 

Sie macht dem meist weiblichen Publikum Mut, nach Niederlagen wieder aufzustehen und weiterzulaufen! Sie gibt den Zuhörerrinnen mit auf den Weg, die Worte „Ich kann nicht!“ aus dem Sprachschatz zu streichen. „Die Aussage wird auch dadurch nicht falsch, dass sie von Männern wie Schwarzenegger gesagt wurde“.

 

Bezirksstadtrat und Stellvertretender Bürgermeister Dieter Hapel (CDU), der Hausherr für diese Veranstaltung, begrüßte besonders die vielen Ehrengäste, die in den ersten Reihen Platz genommen haben. Den Schmunzler hatte er dann auch auf seiner Seite, als er den neuen Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Bürgerdienste, Ordnungsaufgaben, Natur und Umwelt Oliver Schworck (SPD) als Stadtrat für „Dies und Das“ begrüßte. Es wurden besonders die Frauen begrüßt, vom Bezirksamt war die Stadträtin Angelika Schöttler vertreten. Fast vergaß Hapel dann jedoch noch den Bezirksbürgermeister Ekkehard Band zu begrüßen.

„Es wird einen Frauenmärz 2008 geben!“ war wohl die erfreulichste Nachricht, die Dieter Hapel mitbringen konnte. Hapel bedankte sich mit Blumensträußen bei den Organisatorinnen Ute Knarr-Herriger, sowie Melanie und Ingrid Kühnemann aus der Bezirksverordnetenversammlung des Bezirkes.

v.l.n.r. im Vordergrund Melanie Kühnemann, Ute Knarr-Herriger, Dieter Hapel und Ingrid Kühnemann

 

Das bunt gemischte und hochwertige Kulturprogramm wird von der Stand-Up-Kabarettistin Anny Hartmann eingeleitet. Aus ihrem neuesten Programm „Zu intelligent für Sex?“ trägt sie ihre Gedanken zu Selbstzweifeln, Erkenntnisse über die „Unfehlbarkeit“ von Religionen und natürlich von Erfahrungen über Frauen und Männern vor.

Anny Hartmann

 

Bis zum 10. März kann man das kurzweilige und selbstironische „Feuerwerk an Unterhalt“ noch in der ufa-fabrik in Tempelhof erleben. Die ufa-bäckerei versorgte die Gäste mit Getränken und leckeren Speisen, insbesondere sind da die prächtigen Torten hervorzuheben. Bevor aber die Pause eingeläutet wurde, beeindruckte Cathrin Pfeifer mit teilweise sehr emotionalen Stücken auf ihrem Akkordeon.

Catrin Pfeifer

 

Die Künstlerin ist in vielen Teilen der Erde unterwegs. Zuletzt beglückte sie viele Musiker in Madagaskar mit fünfzig mitgebrachten gebrauchten Akkordeons.

 

Nach der Pause durfte auch das „Kabarett Korsett“ nicht fehlen. Das Kabarett ist aus einem Volkshochschulkurs entstanden; die Frauen sind mittlerweile Stammgast beim Frauenmärz.

Zwei Frauen vom „Kabarett Korsett“

 

Die große Gruppe der Frauen zeigten einen Ausschnitt aus dem Programm und sangen beispielsweise einen Rap auf Edmund Stoiber und „Hurra in Tempelhof“ wurde nach der Melodie vom „Skandal im Sperrbezirk“ kraftvoll zum Besten gegeben. Die Frauen, unter künstlerischer Begleitung von Dorothee Wendt, werden Jahr für Jahr beeindruckender. Am 8. und 9. November tritt das „Kabarett Korsett“ wieder bei freiem Eintritt im Gemeinschaftshaus Lichtenrade auf.

 

Der Höhepunkt des Abends war zweifelsohne der Auftritt der Erfinderin des „Dinglish“ Gayle Tufts. Die Künstlerin wurde im Programm angekündigt: „Die Frau ist pures Dynamit, eine geballte Ladung Frohsinn, ausgestattet mit einer begnadeten Stimme.“ Dem ist nur noch hinzufügen, dass sie auch ihre schauspielerischen Fähigkeiten prachtvoll in Szene setzt.

Gayle Tufts

 

Nach der musikalischen Begrüßung stellte Gayle Tufts ihr Buch „Miss Amerika“ vor. Wer eine trockene Buchlesung erwartete, wurde enttäuscht. Tufts setzte ihr ganzen Temperament ein, um den Saal zum Kochen zu bringen.1960 wurde „Miss Amerika“ in Brockton, Massachusetts geboren und erhielt ihre Schauspielausbildung in New York. Seit 1991 wohnt sie in Berlin und hat ihren Kiez in Schöneberg. „Brockton“ erklärt sie „müssen sie sich wie Cottbus am Meer vorstellen!“ Ihr Buch berichtet über Kinder, Pubertät, Entbindungsschmerzen und Wechseljahre. Der tosende Applaus war Lohn für diese Performance.

 

Der Frauenmärz, bei der auch Männer herzlich willkommen sind, ist mittlerweile ein Höhepunkt im Lichtenrader Kulturleben!

 

 

Thomas Moser (auch Fotos) - BerLi-Press für www.lichtenrade-berlin.de

 

Links für weiteren Informationen:

www.annyhartmann.de

www.cathrin-pfeifer.de

www.kabarett-korsett.de

www.gayle-tufts.de

 

www.frauenmaerz.de

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