Jugendhilfeausschuss über den Gewaltvorfall an der Georg-Büchner-Oberschule

Am 28. Februar 2007 tagte der Jugendhilfeausschuss im Jugend- und Kulturhaus PallasT in Schöneberg. Ein Thema war der Gewaltvorfall an der Georg-Büchner-Oberschule. Bei diesem Vorfall Anfang des Jahres wurde ein Polizist, der privat bei einem Schulfest war, von schulfremden Jugendlichen brutal zusammengeschlagen, nach dem ihnen der Zutritt verwehrt wurde.

 

Bezirksstadträtin Angelika Schöttler (SPD) begrüßt den Jugend- und Diversionsbeauftragten der Polizeidirektion 4 Walter Hemminger. Die Direktion ist zuständig für die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg.

Hemminger berichtet besonders über die bei der Polizei bekannten Probleme im Ortsteil Lichtenrade: „So bedauerlich und brutal der Vorfall mit meinem Kollegen in Lichtenrade war, ist die Gewalt in Lichtenrade nur ein sehr singuläres Problem!“

Hemminger berichtet über einige Schwerpunkte z.B. vor dem S-Bahnhof Lichtenrade bzw. bei der Buswendeschleife, vor dem Café Obergfell am Ende des Lichtenrader Dammes, auf dem Spielplatz in der Kloster-Zinna-Straße oder in der John-Locke-Straße. „In der Regel geht es aber hier um Alkohol, Lärm und Vermüllung“. Hemminger berichtet für das Jahr 2006 von 34 Raubtaten. Auch sind Waffen meistens nicht verwandt worden. In Lichtenrade leben drei Intensivtäter von insgesamt 72 Tätern in der gesamten Polizeidirektion. Damit liegt Lichtenrade im eher unauffälligen Bereich. Bei der Polizei und Staatsanwaltschaft ist jeweils immer nur ein Mitarbeiter für einen Jugendlichen zuständig. Auf Nachfrage schätzt Hemminger, dass bei den Gewalttaten cirka 70 % Migranten beteiligt waren. Fast ausschließlich handelt es sich um männliche Jugendliche.

 

Die Polizei ist auch mit zivilen Beamten im präventiven Bereich tätig. Ausführlich berichtet der Präventionsbeauftragte über Anti-Gewalt-Trainings an Schulen. So fanden an der Georg-Büchner-Oberschule bereits neun Anti-Gewalt-Trainings und Beratungen in den Lehrerkonferenzen statt. In den Schulen wird der Schwerpunkt der Arbeit auf die Unterstützung der möglichen Opfer gelegt. Für die gewaltbereiten Jugendlichen werden sogenannte „Coolness-Trainings“ angeboten. Hemminger lobt die gute Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Polizei. Ausschussmitglied und Bezirksverordnete Jutta Kaddatz (CDU) sprach die Mobilität der Jugendlichen an. So waren auch am Gewaltvorfall an der Georg-Büchner-Oberschule nur Jugendliche aus anderen Bezirken beteiligt. Der Bezirksverordnete Christian Zander (CDU) schlägt vor, dass zu einer der nächsten Ausschusssitzungen auch noch die Jugendgerichtshilfe eingeladen wird. Bezirksstadträtin Schöttler berichtet von präventiven Veranstaltungen in Jugendfreizeiteinrichtungen „Man kann jedoch nicht immer alle Jugendlichen erreichen!“

Walter Hemminger von der Polizei weiß von einer Aktion von Schülern der Schulen Georg-Bücher-Oberschule, Carl-Zeiss-Oberschule und Theodor-Haubach-Oberschule zu berichten, die ein Benefizkonzert zugunsten der Familie des bei dem Vorfall verletzten Polizisten ausrichten wollen. Von einer Feindschaft der Schüler dieser drei Schulen, wie teilweise in der Presse berichtet wurde, kann so pauschal nicht gesprochen werden!

 

Thomas Moser - BerLi-Press für www.lichtenrade-berlin.de

 

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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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