An jeden nicht verkaufsoffenen Sonntag bei Netto (Parkplatz) in der Bahnhofstraße 45:
Trödelmarkt von 6-16 Uhr
Alles kann angeboten werden!
Infotelefon: 030-2581 6945 oder Handy 0157-734 22 842
Die beiden Ausreißer wollten zum Abschluss ihrer Tour das „Legoland” in Tiergarten besuchen. Sie wurden am Personaleingang in der Potsdamer Straße gegen 20:15 Uhr unversehrt aufgegriffen, der Polizei übergeben und anschließend von den Eltern abgeholt.
Außerhalb er Schulzeit kann die Attraktion gerne besucht werden. In Berlin eröffnet
am Samstag das so genannte Legoland Discovery Centre. In der Phantasiewelt im
Sony Center am Potsdamer Platz werden hauptstädtische Attraktionen, wie der
Reichstag, das Brandenburger Tor sowie der Berliner Dom aus den bunten
Bausteinen nachgebaut. Außerdem wird gezeigt, wie die Steine produziert werden. Die Ausstellung umfasst eine Fläche von 3500
Quadratmetern. Die Eintrittspreise betragen für Kinder zwischen drei und elf
Jahren 11 Euro. Die älteren Kinder sowie Jugendliche zahlen 13,50 Euro und
Erwachsene 14,50 Euro. "Familienkarten sind nicht vorgesehen", sagte eine
Sprecherin am Freitag- (PR-inside.com)
Am Montag, dem 2.
April 2007 feiern Heinz Hempel und seine Frau Margot
aus Lichtenrade nach stolzen 65 Jahren Ehe ihre Eiserne Hochzeit.
Kennengelernt hatten sie sich im
Jugendalter auf der Eisbahn und geheiratet wurde am 2. April 1942. Ihr gemeinsames Leben verbrachten die
Eheleute in Kreuzberg, seit 2003 nennen sie den Stadtteil Lichtenrade ihre
Heimat.
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Eine Jude berichtet von seiner Gefangenschaft im Arbeitslager in Lichtenrade
In Kooperation mit der Initiative Stolperstein wurde Dr. Ernst Neugroschl in das Evangelisches Gemeindehaus nach Lichtenrade eingeladen. Ernst Neugroschl befand sich über vier Monate im Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen in Lichtenrade. Die Veranstaltung fand am Vorabend der Verlegung von 33 Stolpersteinen im März 2007 in Lichtenrade statt.
Die Geschichtswerkstatt Lichtenrade hat im Rahmen des 60. Jahrestages der Befreiung von Sachsenhausen Kontakt zu Dr. Neugroschl bekommen.
Neugroschl ist Jude und lebt heute in den USA. Sein Weg führte ihn über Österreich und Israel. Der 80jährige berichtet von der totalen Vernichtung der Juden in Europa und von der Geschichte seiner orthodoxen Familie. Seine Familie lebte in der Slowakei in Pressburg (Bratislava), wo in einer antisemitischen Atmosphäre zirka 50.000 Juden wohnten.
Neugroschl macht das Ausmaß der Vernichtung in Europa deutlich: „Es sind täglich 6.000 Juden vernichtet worden!“ Der Vater arbeitete seit 1940 in einem großen Sägewerk und gehörte somit für die Nazis zu den „wirtschaftlich wichtigen Juden.“ Diese Tatsache rettete die Familie vermutlich vor einer frühzeitigen Deputation. Die Deputationen begannen 1942, weiß Neugroschl zu berichten.
1944 musste dann die Familie fliehen und wurde getrennt. Der jugendliche Ernst Neugroschl konnte einer Kontrolle dadurch entgehen, dass er slowakisch sprach. Wenn er deutsch gesprochen hätte, wäre es sein sicherer Tod gewesen, da er so als Jude erkannt worden wäre.
Er fand seine Eltern im Wald wieder. Sie wurden von einem evangelischen Pfarrer unterstützt und bei einem Bauern aufgenommen. Dann wurden sie aber verraten.
Die SS kam in der Nacht und pferchten Vater und Sohn in einen Güterwaggon mit Ziel Sachsenhausen. Die Mutter wurde nach Bergen-Belsen deportiert. An den Gestank im Waggon kann sich Neugroschl noch erinnern; zirka 50 Menschen waren wie Vieh fünf Tage zusammen.
Nach der Fahrt waren in ihrem Waggon fünf Tote zu verzeichnen. Eine Woche nach der Ankunft wurden Vater und Sohn zu einem 1943 begründeten Außenarbeitslager in Lichtenrade transportiert. Hier waren ständig 2.000 Gefangene untergebracht. Kranke und Tode wurden ständig mit neuen Gefangenen ersetzt. Vom Lager, heute in Höhe vom Bornhagenweg, wurden sie in Lastwagen nach Berlin als Trümmerräumungskommando 63 gebracht. Nach Angriffen der Alliierten musste der zirka 15 jährige Neugroschl mit der Gefangenennummer 181.592 die Straßen wieder freiräumen. Nach einer Flucht eines Mitgefangenen wurden sechs Gefangene zur Abschreckung vor den Augen aller aufgehängt.
Die Gefangenen wurden später von pensionierten Polizisten bewacht. Hier konnte der Jugendliche auch erfahren, dass ihm ein Polizist mit Nahrung, Nadel und Zwirn versorgte.
Im Lager mussten sich täglich 6 Gefangene ein Laib Brot teilen. Ansonsten gab es zweimal täglich meist Rübensuppe. Im März wurde das Lager Lichtenrade aufgelöst. Vater und Sohn waren eine Zeit getrennt, haben sich in Sachsenhausen aber wieder getroffen. Sie haben sich vor dem Todesmarsch in Richtung Ostsee versteckt, obwohl Brot und Fleisch, damals einzigartig, angeboten wurden. Die SS war eines Tages verschwunden. Der Vater achtete aus gesundheitlichen Gründen jetzt besonders auf eine zurückhaltende Ernährung des Jugendlichen. Vater und Sohn machten sich nach fast fünf Monaten auf den Weg in die Heimat. Dabei erlebten sie auch, dass ein russischer Soldat den Gefangenen Butter direkt von einem LKW gab. Auch die Mutter überlebte nach schwerer Krankheit Bergen-Belsen.
Die Arbeitslager waren letztlich auch Vernichtungslager! Die Nazis nutzten die Arbeitskraft bis zur Erschöpfung und Tod der Menschen. Dr. Neugroschl berichtet vom missglückten Attentat von Graf von Stauffenberg auf Hitler am 20. Juli 1944, wo die Niederlage schon absehbar war. Er fragt verzweifelt: „Wo waren sie alle 1943, 1942, 1941, 1940?“.
Neugroschl appelliert an die Anwesenden: „Ihr müsst auch heute offene Augen haben! Die Polizei kann nicht alle jüdischen Einrichtungen bewachen.“
Ernst Neugroschl konnte auch den Schülern der Gustav-Heinemann-Oberschule und des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums von seinen Erfahrungen berichten.
Stolperstein in Lichtenrade
Im März 2007 wird Menschen, vorwiegend jüdischen Glaubens, mit den „Stolpersteinen“ gedacht. Sie sind von den Nazis verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Diese Menschen lebten in Lichtenrade. Die Stolpersteine sind Messingtafeln mit den Namen der Opfer, die vor den Hauseingängen auf dem Bürgersteig verlegt werden.
Die 33 Stolpersteine wurden an 13 Stellen ins Pflaster eingepasst.
Künstler, Bildhauer und Vater des Gedankens der Stolpersteine Gunter Demnig
In der Beethovenstraße 29 wurden zum Beispiel vier Steine für Familie Braun und für Clara Feininger eingebracht. Bei dieser Verlegung nahmen Angehörige der Familie Braun teil.
Die Steinverlegungen besuchten Schüler der Nahariya-Grundschule, der Theodor-Haubach-Oberschule und dem Ulrich-Hutten-Gymnasium. Es wurden Patenschaften, aber auch Kosten für Steine, übernommen.
Festakt zur Verlegung der Stolpersteine
Der Festakt fand im würdigen Rahmen im Gemeinschaftshaus Lichtenrade statt. Das Orchester Lichtenrade spielte Werke von Anton Bruckner und Felix Mendelssohn-Bartholdy und der Schulchor des Georg-Büchner-Gymnasiums sang. Pfarrer Kraft (in Ruhestand) führte durch die Veranstaltung „Ich kann nicht fassen, welche Barbarei in unserer Mitte möglich war!“.
In der Initiative Stolpersteine gab es eine schöne Zusammenarbeit von evangelischer und katholischer Kirche, mit Kommunalpolitikern, dem Kunstamt Tempelhof-Schöneberg und besonders mit der Geschichtswerkstatt Lichtenrade, erläutert Kraft.
Der Schirmherr Dieter Hapel, stellvertretender Bürgermeister und Kulturstadtrat, begrüßte die Gäste und freut sich über das bürgerschaftliche Engagement.
Dr. Ernst Neugroschl berichtet auch in diesem Rahmen über seine Geschichte, die Geschichte der Familie und der Juden.
Der politische Künstler, Bildhauer und Vater des Gedankens der Stolpersteine Gunter Demnig sprach von einem Geschenk der Bürger an die Kommune. Es wurden bereits über 11.000 Steine in Deutschland verlegt; auch in Österreich und Ungarn findet diese Initiative langsam Anklang.
Ganz zum Abschluss sang Isaac Sheffer, Kantor der Jüdischen Gemeinde Berlin, das Kaddisch, die jüdische Totenklage, nachdem Reinhart Kraft feierlich die Namen aller Ermordeten verlesen hatte.
Thomas Moser - BerLi-Press (auch Fotos) für www.lichtenrade-berlin.de
Ein Geschundener kehrt zurück -
Stolpersteine nun auch in Lichtenrade: „Direkt vor der Haustür“
Lichtenrade gilt unbeschadet einiger kleinerer Hochhaussiedlungen nach wie vor als bürgerlich beschaulich. Kaum jemand ahnt, dass es hier während des 2. Weltkriegs mindestens fünf Lager für Zwangsarbeiter gegeben hat, darunter ein Außenlager des Konzentrationslagers Oranienburg/Sachsenhausen. Die Zwangsarbeiter wurden sowohl in der Industrieproduktion eingesetzt als auch in landwirtschaftlichen Betrieben und Gärtnereien.
Als sich in den 80er Jahren ein Gruppe engagierter junger Menschen auf die Spurensuche machte, stießen sie gerade unter den alten Lichtenradern auf erstaunliche Gedächtnislücken. Die Beschaulichkeit der „Gartenstadt“, wie Lichtenrade in der Festschrift zum Heimatfest 1934 genannt wurde, sollte nicht gestört werden. Gab es hier einen Ortsbauernführer? Nie gehört…
Inzwischen haben die jungen Leute die Geschichtswerkstatt Lichtenrade gegründet. Sie haben dafür gesorgt, dass sich jetzt auf dem Friedhof in der Paplitzer Straße eine Gedenktafel für verstorbene Zwangsarbeiter befindet. Auch haben sie veranlasst, dass 1987 auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers am Bornhagenweg (Ecke Hanowsteig) ein kleines Denkmal an die Geschichte dieser Stätte erinnert. Kürzlich wurde die Geschichtswerkstatt mit der Verdienstmedaille des Bezirks Tempelhof-Schöneberg aus der Hand des Bezirksbürgermeisters Band geehrt.
Als sich im Frühjahr 2006 einige engagierte Lichtenrader Bürger entschlossen, dass die bundesweit bekannten „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig erstmals auch in Lichtenrade versetzt werden sollten, konnten sie auf die wertvollen Vorarbeiten der Geschichtswerkstatt zurückgreifen.
Nun wird am 21. März Gunter Demnig mit seinen kleinen messingfarbenen Gedenkplatten auf dem Bürgersteig vor 13 Häusern an 33 Opfer des Nationalsozialismus erinnern, an 32 deportierte und ermordete jüdische Nachbarn und an einen Luftwaffenoberst, der 1943 als Widerständler hingerichtet wurde. An fünf Stellen werden SchülerInnen und Nachbarn der Steinverlegung beiwohnen und der Opfer gedenken.
Am Abend des 21. März wird dann im Gemeinschaftshaus Lichtenrade (Barnetstraße Ecke Lichtenrader Damm) um 19,30 Uhr eine Gedenkveranstaltung unter der Schirmherrschaft von Kulturstadtrat Dieter Hapel stattfinden, die musikalisch von einem Lichtenrader Schülerchor, dem Lichtenrader Orchester und einem jüdischen Kantor begleitet wird, der zum Abschluss das Totengebet Kaddisch singen wird.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung wird aber die Begegnung mit Dr. Ernst Neugroschl (heute USA) stehen, der als junger Zwangsarbeiter aus der Slowakei im KZ-Außenlager am Bornhagenweg geschunden wurde. Er wird auf Einladung der Stolperstein-Initiativgruppe mehrere Tage in Lichtenrade verweilen, wo er vor allem an Gesprächen mit SchülerInnen interessiert ist. Seine Pension in Alt-Lichtenrade ist nur 300 Meter vom Lagerstandort entfernt.
Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat bis heute bundesweit über 9.000 Steine in 184 Ortschaften verlegt. Den allerersten Stein hat er 1993 in Kreuzberg gesetzt; inzwischen gibt es allein in Berlin mehr als 1.300 Steine. Nun sollen erstmals auch in Lichtenrade rund 33 Steine hinzukommen. Sie werden daran erinnern, dass das Unrecht „direkt vor der Haustür“ begann, nicht erst in Auschwitz.
Die Geschichtswerkstatt Lichtenrade hat das Ergebnis ihrer Recherchen als Buch „Direkt vor der Haustür“ veröffentlicht. Ihre Nachforschungen sind noch immer nicht abgeschlossen. Wer Interesse an dieser Arbeit hat oder wer die jetzige Aktion Stolpersteine mit Rat oder Tat oder Spenden unterstützen möchte, melde sich bei der
Geschichtswerkstatt Lichtenrade
E-Mail: GeschichtswerkstattLichtenrade@t-online.de
Tel.: 215 44 50.
Die Geschichtswerkstatt ist sehr an Zeitzeugen interessiert. Die Kath. Gemeinde hat gehört, dass Gemeindemitglieder Verfolgte geschützt und unterstützt haben sollen; sie würde gern Näheres erfahren. Auch die Ev. Gemeinde wüsste gern noch mehr über das Verhalten der Gemeinde während der NS-Zeit. An die Schulen ergeht die Frage: Hat es jüdische Mitschülerinnen und Mitschüler gegeben? Was ist aus ihnen geworden? Welche Rolle spielte die Hitlerjugend in der Schule? Wie verhielten sich die Lehrer?
Ein gravierter Stolperstein aus Messing kostet 95 Euro. Man kann für ihn eine Patenschaft übernehmen oder gern auch einen Teilbetrag leisten.
Ulrich Waack
Pechsteinstr. 33
12309 Berlin
Der Tagesspiegel berichtet in seiner Ausgabe vom 15.3.2007, dass gegen die jugendlichen Schläger, die Mitte Januar einen Polizisten am Georg-Büchner-Gymnasium in Lichtenrade krankenhausreif geschlagen haben, noch keine Anklage erhoben wurde. Die vier 14- bis 17-jährigen Deutschen arabischer und türkischer Herkunft sitzen weiterhin in Untersuchungshaft, hieß es bei der Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Wegen der Haft und dem Alter der mutmaßlichen Straftäter bestehe ein „Beschleunigungsgebot“ bei den Ermittlungen. Wann diese abgeschlossen würden, sei gegenwärtig aber nicht vorauszusagen, sagte Sprecher Michael Grunwald.
Zu den Gewalttaten kam es am 19. Januar im Vorfeld einer Schulfeier. Die Jugendlichen wollten sich trotz Schulverbots mit Gewalt Zutritt verschaffen und hatten dabei einem Ordner einen Faustschlag ins Gesicht versetzt.
Den gesamten Bericht siehe: http://www.tagesspiegel.de:80/berlin/archiv/15.03.2007/3140741.asp
Es wird berichtet, dass sich der Bau des Airport-Express über Lichtenrade verzögern wird.
Es gibt große Probleme den Airport-Express bis 2011 zu bauen, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Die Genehmigung für den vier Jahre dauernden Neubau der 1952 stillgelegten Bahnstrecke im Süden von Berlin sei erst für Ende 2007 zu erwarten. Die Bahn will jedoch an ihrer Planung festhalten.
Die Grünen werfen dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) vor, dass er mit seiner Forderung der Untertunnelung die Verantwortung für den Zeitverzug trägt. Die Frage stellt sich hier, ob mit dieser Aussage die Grünen ausdrücken wollen, dass sie für die schnelle Ausführung einer obererdigen Variante waren? Bei der letzten Demonstration der BI Dresdner Bahn haben sie auch durch Abwesenheit geglänzt. Zumindest fordern jetzt die Grünen, dass von der Streckenführung über Lichtenrade abgesehen wird, zumal die jetzigen Anbindungen ausreichen.
Mehr Informationen:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrichten/airport-express/94925.asp
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/635062.html
Die Journalistin Petra Schwarz begrüßt die Gäste und moderiert die Veranstaltung in angenehmer natürlicher Liebenswürdigkeit. Der Saal ist bis zum letzten Sitzplatz gefüllt. Als „Schirmfrau“ wird Andrea Fischer, Bundesministerin für Gesundheit a.D., begrüßt.
Andrea Fischer nimmt sich dem Motto „Lebenskonzepte“ in ihrem Grußwort an: „Es gibt immer wieder Veränderungen im Leben und wir planen neue Konzepte“. Die ehemalige Bundesgesundheitsministerin hat schon selbst verschiedenste Lebenskonzepte gelebt. „Bei allen Ängsten vor Neuanfängen, z.B. nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag, hat dies mein Leben, im nachhinein betrachtet, bereichert!.“
Andrea Fischer, Bundesministerin für Gesundheit a.D.
Sie macht dem meist weiblichen Publikum Mut, nach Niederlagen wieder aufzustehen und weiterzulaufen! Sie gibt den Zuhörerrinnen mit auf den Weg, die Worte „Ich kann nicht!“ aus dem Sprachschatz zu streichen. „Die Aussage wird auch dadurch nicht falsch, dass sie von Männern wie Schwarzenegger gesagt wurde“.
Bezirksstadtrat und Stellvertretender Bürgermeister Dieter Hapel (CDU), der Hausherr für diese Veranstaltung, begrüßte besonders die vielen Ehrengäste, die in den ersten Reihen Platz genommen haben. Den Schmunzler hatte er dann auch auf seiner Seite, als er den neuen Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Bürgerdienste, Ordnungsaufgaben, Natur und Umwelt Oliver Schworck (SPD) als Stadtrat für „Dies und Das“ begrüßte. Es wurden besonders die Frauen begrüßt, vom Bezirksamt war die Stadträtin Angelika Schöttler vertreten. Fast vergaß Hapel dann jedoch noch den Bezirksbürgermeister Ekkehard Band zu begrüßen.
„Es wird einen Frauenmärz 2008 geben!“ war wohl die erfreulichste Nachricht, die Dieter Hapel mitbringen konnte. Hapel bedankte sich mit Blumensträußen bei den Organisatorinnen Ute Knarr-Herriger, sowie Melanie und Ingrid Kühnemann aus der Bezirksverordnetenversammlung des Bezirkes.
v.l.n.r. im Vordergrund Melanie Kühnemann, Ute Knarr-Herriger, Dieter Hapel und Ingrid Kühnemann
Das bunt gemischte und hochwertige Kulturprogramm wird von der Stand-Up-Kabarettistin Anny Hartmann eingeleitet. Aus ihrem neuesten Programm „Zu intelligent für Sex?“ trägt sie ihre Gedanken zu Selbstzweifeln, Erkenntnisse über die „Unfehlbarkeit“ von Religionen und natürlich von Erfahrungen über Frauen und Männern vor.
Anny Hartmann
Bis zum 10. März kann man das kurzweilige und selbstironische „Feuerwerk an Unterhalt“ noch in der ufa-fabrik in Tempelhof erleben. Die ufa-bäckerei versorgte die Gäste mit Getränken und leckeren Speisen, insbesondere sind da die prächtigen Torten hervorzuheben. Bevor aber die Pause eingeläutet wurde, beeindruckte Cathrin Pfeifer mit teilweise sehr emotionalen Stücken auf ihrem Akkordeon.
Catrin Pfeifer
Die Künstlerin ist in vielen Teilen der Erde unterwegs. Zuletzt beglückte sie viele Musiker in Madagaskar mit fünfzig mitgebrachten gebrauchten Akkordeons.
Nach der Pause durfte auch das „Kabarett Korsett“ nicht fehlen. Das Kabarett ist aus einem Volkshochschulkurs entstanden; die Frauen sind mittlerweile Stammgast beim Frauenmärz.
Zwei Frauen vom „Kabarett Korsett“
Die große Gruppe der Frauen zeigten einen Ausschnitt aus dem Programm und sangen beispielsweise einen Rap auf Edmund Stoiber und „Hurra in Tempelhof“ wurde nach der Melodie vom „Skandal im Sperrbezirk“ kraftvoll zum Besten gegeben. Die Frauen, unter künstlerischer Begleitung von Dorothee Wendt, werden Jahr für Jahr beeindruckender. Am 8. und 9. November tritt das „Kabarett Korsett“ wieder bei freiem Eintritt im Gemeinschaftshaus Lichtenrade auf.
Der Höhepunkt des Abends war zweifelsohne der Auftritt der Erfinderin des „Dinglish“ Gayle Tufts. Die Künstlerin wurde im Programm angekündigt: „Die Frau ist pures Dynamit, eine geballte Ladung Frohsinn, ausgestattet mit einer begnadeten Stimme.“ Dem ist nur noch hinzufügen, dass sie auch ihre schauspielerischen Fähigkeiten prachtvoll in Szene setzt.
Gayle Tufts
Nach der musikalischen Begrüßung stellte Gayle Tufts ihr Buch „Miss Amerika“ vor. Wer eine trockene Buchlesung erwartete, wurde enttäuscht. Tufts setzte ihr ganzen Temperament ein, um den Saal zum Kochen zu bringen.1960 wurde „Miss Amerika“ in Brockton, Massachusetts geboren und erhielt ihre Schauspielausbildung in New York. Seit 1991 wohnt sie in Berlin und hat ihren Kiez in Schöneberg. „Brockton“ erklärt sie „müssen sie sich wie Cottbus am Meer vorstellen!“ Ihr Buch berichtet über Kinder, Pubertät, Entbindungsschmerzen und Wechseljahre. Der tosende Applaus war Lohn für diese Performance.
Der Frauenmärz, bei der auch Männer herzlich willkommen sind, ist mittlerweile ein Höhepunkt im Lichtenrader Kulturleben!
Thomas Moser (auch Fotos) - BerLi-Press für www.lichtenrade-berlin.de
Links für weiteren Informationen:
Heute bei Laib und Seele in Lichtenrade
Eigentlich ein Donnerstag wie jeder andere: Am Vormittag sammeln fleißige Helfer das ein, was am Nachmittag gebraucht und verteilt wird. Ab 12.30 Uhr finden sich dann weitere Helferinnen und Helfer im „Nachbarschafts- und Familienzentrum Finchleystr.“ (dem ehem. Evangelischen Gemeindezentrum) ein, um das Eingesammelte und Angelieferte zu sortieren, zu präsentieren und aufzuteilen. Ab 14.00 Uhr sollte dann die Tür für die ersten der etwa 150 Wartenden geöffnet werden.
Aber heute war es anders.
Mitten in der Vorbereitungsphase kamen der Leiter der 1. Dienstgruppe des Abschnittes 47 unserer Polizei, Herr G. Heidelbacher und sein Mitarbeiter, Herr Kleintopf zur Tür herein. Nicht, dass ein Auto der vielen Helfer falsch geparkt wäre. Nein, der Anlass war ein ganz anderer:

Die 115 Mitarbeiter des Lichtenrader Abschnittes 47 der Polizei sammelten im Dezember wie alljährlich den Kostenbeitrag für ihre Weihnachtsfeier im Gemeinschaftshaus ein, dekorierten den Raum und feierten – und rechneten ab. Dann gab es die kurze Feststellung, dass ein ganz schöner Teil des eingesammelten Geldes übriggeblieben war, und die Überlegung, was mit dem Geld machen sei. Nun, der Gedanke an eine Rückzahlung wurde von den Lichtenrader Polizisten sehr schnell verworfen, nein, weitersammeln und spenden für einen guten Zweck in Lichtenrade – das war es, was sie wollten!
So kam sehr schnell die Idee: Spenden wir an bedürftige Lichtenrader Bürgerinnen und Bürger! Und so ging ein kleiner Teil des Geldes an zwei bedürftige alleinerziehende Mütter mit je 3 Kindern und der große Rest an „Laib und Seele“. Deshalb kamen heute die beiden Polizisten mit einem Umschlag, um die „Restgeschenke des Weihnachtsmanns“ über Laib und Seele den Lichtenrader Bedürftigen zukommen zu lassen.
„Laib und Seele“ verteilt eigentlich nur gespendete Lebensmittel, sei es von Lebensmittelbetrieben und dem Handel gespendete frische Ware, die kurz vor dem Verfallsdatum steht oder von Gemeindegliedern in die Spendenkörbe gelegte Lebensmittel. Aber kurz vor Weihnachten wurde schon einmal jedem Empfänger auch ein (zugekaufter) kleiner weihnachtlicher Überraschungsbeutel mit gegeben. Mit dem gespendeten Geld kann es nun vielleicht zu Ostern auch wieder eine Sonderaktion geben, aber Details werden hier natürlich noch nicht verraten.
„Laib und Seele“ sagt im Namen aller Empfänger recht herzlich Danke an die Lichtenrader Polizei, die beiden Herren vom Abschnitt 47 konnten diesen Dank in Form eines kräftigen Applauses mitnehmen.
Diesen Bericht des Gemeindeberichterstatters und das Foto erhielten wir von Frau Funcke, der kürzlich die Verdienstmedaillie des Bezirkes überreicht bekam.
Bürgerinnen
und Bürger können jederzeit haltbare Lebensmittel für die Ausgabe im
Nachbarschafts-und Familienzentrum in der Finchleystraße spenden.
Am 28. Februar 2007 tagte der Jugendhilfeausschuss im Jugend- und Kulturhaus PallasT in Schöneberg. Ein Thema war der Gewaltvorfall an der Georg-Büchner-Oberschule. Bei diesem Vorfall Anfang des Jahres wurde ein Polizist, der privat bei einem Schulfest war, von schulfremden Jugendlichen brutal zusammengeschlagen, nach dem ihnen der Zutritt verwehrt wurde.
Bezirksstadträtin Angelika Schöttler (SPD) begrüßt den Jugend- und Diversionsbeauftragten der Polizeidirektion 4 Walter Hemminger. Die Direktion ist zuständig für die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg.
Hemminger berichtet besonders über die bei der Polizei bekannten Probleme im Ortsteil Lichtenrade: „So bedauerlich und brutal der Vorfall mit meinem Kollegen in Lichtenrade war, ist die Gewalt in Lichtenrade nur ein sehr singuläres Problem!“
Hemminger berichtet über einige Schwerpunkte z.B. vor dem S-Bahnhof Lichtenrade bzw. bei der Buswendeschleife, vor dem Café Obergfell am Ende des Lichtenrader Dammes, auf dem Spielplatz in der Kloster-Zinna-Straße oder in der John-Locke-Straße. „In der Regel geht es aber hier um Alkohol, Lärm und Vermüllung“. Hemminger berichtet für das Jahr 2006 von 34 Raubtaten. Auch sind Waffen meistens nicht verwandt worden. In Lichtenrade leben drei Intensivtäter von insgesamt 72 Tätern in der gesamten Polizeidirektion. Damit liegt Lichtenrade im eher unauffälligen Bereich. Bei der Polizei und Staatsanwaltschaft ist jeweils immer nur ein Mitarbeiter für einen Jugendlichen zuständig. Auf Nachfrage schätzt Hemminger, dass bei den Gewalttaten cirka 70 % Migranten beteiligt waren. Fast ausschließlich handelt es sich um männliche Jugendliche.
Die Polizei ist auch mit zivilen Beamten im präventiven Bereich tätig. Ausführlich berichtet der Präventionsbeauftragte über Anti-Gewalt-Trainings an Schulen. So fanden an der Georg-Büchner-Oberschule bereits neun Anti-Gewalt-Trainings und Beratungen in den Lehrerkonferenzen statt. In den Schulen wird der Schwerpunkt der Arbeit auf die Unterstützung der möglichen Opfer gelegt. Für die gewaltbereiten Jugendlichen werden sogenannte „Coolness-Trainings“ angeboten. Hemminger lobt die gute Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Polizei. Ausschussmitglied und Bezirksverordnete Jutta Kaddatz (CDU) sprach die Mobilität der Jugendlichen an. So waren auch am Gewaltvorfall an der Georg-Büchner-Oberschule nur Jugendliche aus anderen Bezirken beteiligt. Der Bezirksverordnete Christian Zander (CDU) schlägt vor, dass zu einer der nächsten Ausschusssitzungen auch noch die Jugendgerichtshilfe eingeladen wird. Bezirksstadträtin Schöttler berichtet von präventiven Veranstaltungen in Jugendfreizeiteinrichtungen „Man kann jedoch nicht immer alle Jugendlichen erreichen!“
Walter Hemminger von der Polizei weiß von einer Aktion von Schülern der Schulen Georg-Bücher-Oberschule, Carl-Zeiss-Oberschule und Theodor-Haubach-Oberschule zu berichten, die ein Benefizkonzert zugunsten der Familie des bei dem Vorfall verletzten Polizisten ausrichten wollen. Von einer Feindschaft der Schüler dieser drei Schulen, wie teilweise in der Presse berichtet wurde, kann so pauschal nicht gesprochen werden!
Thomas Moser - BerLi-Press für www.lichtenrade-berlin.de