Ehrungen für Lichtenraderinnen und Lichtenrader

Im feierlichen Rahmen des Goldenen Saales im Rathaus Schöneberg fand die Verleihung von sieben Verdienstmedaillen und Auslobung von Förderpreisen des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg von Berlin am 16. Februar 2007 statt. Dreimal konnten Lichtenrader Bürgerinnen und Bürger die Ehrung entgegennehmen.

Bezirksbürgermeister Band eröffnete die Veranstaltung und dankte allen Ehrenamtlichen, auch die Nichtgeehrten, für ihre Arbeit und für das Engagement im Bezirk.

Die Ehrungen wurden würdevoll umrahmt von Isabell Neuenfeldt, die gekonnt Lieder und Gedichte mit Akkordeonbegleitung zum Besten gab.

Frau Karin Funke erhielt die Medaille für ihr großes Engagement beim Aufbau der Aktion „Laib und Seele“ vom Verein „Berliner Tafel e.V.“ in Lichtenrade. Frau Funke, die goldene Seele des „Geschäfts“, konnte schon viele ehrenamtlichen Kräfte zur Unterstützung gewinnen. An den bisherigen Ausgabetagen war sie fast immer dabei. Frau Funke wünscht sich weiter ehrenamtliche Hilfe und die Unterstützung der Bevölkerung. Die Ausgabestelle befindet sich im Nachbarschaftszentrum in der Finchleystraße 10. „Laib und Seele“ ist in Lichtenrade nur für Bedürftige donnerstags von 14 bis 16 Uhr offen. Frau Karin Funke weist auch auf die Aktion „Eins mehr“ hin, wo man in ausgewählten Geschäften „Laib und Seele“ unterstützen kann Auch in Lichtenrade ist eine solche Einrichtung zur Unterstützung Hilfebedürftiger notwendig und wird gerne angenommen.

Herr Björn Severin ist beim Offenen Treff im Jugendkeller der Kirchengemeinde Lichtenrade-Ost tätig. Er ist stets ein verlässlicher Ansprechpartner für die Jugendlichen. Severin organisiert Fahrten für Kinder und ist im Förderverein Kinder- und Jugendhaus aktiv tätig.

Die Laudatio hielt für beide Aktiven Herr Klemens Duda (Vertreter der katholischen Kirche aus dem Dekanat Tempelhof-Schöneberg).

Die Geschichtswerkstatt Lichtenrade erhielt den zweiten Förderpreis. Die Laudatorin Frau Ingrid Kühnemann (Stellvertretende BVV-Vorsitzende) berichtete, wie sich die Gruppe auf einer Fahrt nach Auschwitz kennengelernt hat. Das Erlebnis im ehemaligen KZ war so prägend, dass sie die NS-Geschichte auch in ihrem Heimatort Lichtenrade aufarbeiten wollten. Bisher konnten drei Gedenkorte in Lichtenrade errichtet werden: Mahnmal im Bornhagenweg/KZ-Außenlager von Sachsenhausen, Gedenktafel auf dem evangelischen Friedhof, Paplitzerstraße, zur Ehrung aller Opfer des Nationalsozialismus und die Benennung des Erich-Hermann-Platzes. Auf diesem Platz (Wünsdorfer-/Blohmstraße) wurde in der Sylvesternacht 1932/33 der 18-jährige Kommunist Erich Hermann durch einen SA-Mann erstochen.

Den Preis nahmen für die Gruppe Dagmar Schneider-Krane und Lutz Sand entgegen. Der Preis ist auch Ansporn und Unterstützung für die nächsten Projekte. Mit der „Aktion Stolpersteine“ sollen dreißig Orte in Lichtenrade öffentlich werden, an denen Menschen wohnten, die der NS-Diktatur zum Opfer gefallen sind. Diese Aktion wird auch von den Kirchen unterstützt. Die Steine können für 95 € erworben werden. Die Initiative sucht noch weitere Unterstützer. Im März 2007 wird es dazu eine Veranstaltung im Gemeinschaftshaus Lichtenrade geben. Wir werden weiter berichten. Auch wird ein Zeitzeuge Lichtenrade besuchen.

Die weiteren Ehrungen wurden vorgenommen vom Bezirksbürgermeister Band und mehreren Stadträten bzw. Stadträtin. Auch waren noch weitere Politiker des Bezirks und der Landesebene, sowie Kooperationspartner der Polizei und der Bundeswehr vertreten.

Beim anschließenden Buffet, mit Musikbegleitung durch die „global-jazz-academy“, konnten sich die Anwesenden über ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten austauschen und neue Netzwerke knüpfen.

Lichtenrade gratuliert allen Geehrten und ist stolz auf sie!

Thomas Moser (auch Fotos) - BerLi-Press für www.lichtenrade-berlin.de

Einige weitere Informationen:

http://www.laib-und-seele-berlin.de/ausgabestellen.html

http://www.berliner-tafel.de/index2.php

http://www.berliner-geschichtswerkstatt.de/lichtenrade/




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