Antwort von Albert Weingartner -FDP- für den WK 8

Ihre fünfteilige Frage möchte ich versuchen in der gestellten Reihenfolge beantworten.

1.
Es war zu erwarten, dass einige der Bahnstrecken, die bis vor dem Bau der Mauer in Betrieb waren und durch die Nachkriegsentwicklung nicht mehr genutzt wurden, wieder belebt werden würden. Die FDP spricht sich strikt für eine "Tunnellösung" aus.

2.
Die FDP in Tempelhof-Schöneberg und ich als ihr derzeitiger Fraktionsvorsitzender stehen von Anfang an zur Tunnellösung. Entsprechende Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung gehen auf die Anträge der FDP-Fraktion zurück. Ich selbst und viele andere FDP-Mitglieder sind Mitglied der Bürgerinitiative. Die vielen Argumente gegen die von der Deutschen Bahn AG und dem SPD-geführten Bundesverkehrsministerium favorisierte oberirdische Trassenführung würden hier den Rahmen sprechen. Angefangen vom Verlust an Wohnwert der Anlieger, über bisher nicht eingehaltene Zusagen mehrerer einstiger Bundesverkehrsminister bis hin zu intransparenten Baukosten und deren Ermittlung.
Leider sind CDU, SPD und Grüne nicht so konsequent: Während diese Parteien auf Bezirks- und Landesebene Krokodilstränen für die Tunnellösung vergießen, wollen sowohl die alte rotgrüne als auch die schwarzrote Bundesregierung Lichtenrade mit einer hohen Lärmschutzmauer durchziehen. Glaubwürdigkeit sieht anders aus, Klaus Wowereit ist aus diesem Kiez bereits weggezogen.

3.
Schon die Frage ist ein weiteres Argument für die Tunnellösung. Die oberirdische Trassenführung mit hoher Lärmschutzmauer durch Lichtenrade würde rund um die verbleibenden Übergänge zu einer unverhältnismäßig hohen Verkehrsbelastung für die Anwohner führen. Und dies gilt nicht nur für die von Ihnen genannten Straßen!

4.
Die FDP setzt sich konsequent wie bisher für eine umwelt- und anwohnergerechte Neubauvariante ein. Wir als Liberale sprechen uns eindeutig für die Tunnellösung aus.

5.
Lichtenrade muss seinen Charakter und Charme behalten. Trotz der großen Verkehrsaufgaben, die ein Außenkiez für die Großstadt Berlin (ohne Mauer, weder durch Lichtenrade noch drumherum!) zu bewältigen hat, ob Schienen-, Straßen oder Wasserwege darf das nicht über Gebühr für die Bewohner des Kiezes zum Absinken des Lebensstandards führen.
Schlagwortartig: Die ständige Ausdünnung des BVG-Netzes in Lichtenrade und anderen Außenbezirken muss ein Ende haben. Schulen und Kindergärten müssen wieder ordentlich in Schuss gehalten werden. Wir brauchen endlich ein zeitgemäßes Angebot an Sportstätten, hier ist unser Bezirk nämlich Schlusslicht in Berlin. Und last but not least: Die gewachsenen Einkaufstraßen dürfen nicht durch übergroße Shoppingcenter kaputtgemacht werden.

Albert Weingartner

Anfrage siehe Internetzeitung/27.Juli2006 http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2006/07/ 

Ich danke für die Antwort TM

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Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
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