FDP und die Tunnelplakate

Die FDP in Tempelhof-Schöneberg bekräftigt ihren Widerstand gegen eine Teilung Lichtenrades und testet dafür neue Werbemittelformen. Hierzu Albert Weingartner, FDP-Vorsitzender in Tempelhof-Schöneberg (in Auszügen):

„"Lichtenrade darf nicht durch eine neue Mauer zerschnitten werden. Die FDP hat von Anfang an auf allen politischen Ebenen dafür gekämpft, dass die neue Trasse der Dresdner Bahn unter dem Ort Lichtenrade in einem Tunnel hindurchgeführt wird...
Anlässlich des Wahlkampfs macht die FDP noch einmal mit einer besonderen Aktion auf die Situation in Lichtenrade aufmerksam und testet gleichzeitig neue Formen für Werbemittel. Entlang der bestehenden Bahntrasse habe ich eine Serie von Plakaten aufgehängt, die bereits die Form eines Tunnels haben. Wir Liberale hoffen, damit eine besondere Aufmerksamkeit für das Dresdner-Bahn-Problem zu erzeugen – vor allem, da das Interesse des Regierenden Bürgermeisters am Thema nach dessen Wegzug aus Lichtenrade offenbar erloschen ist."
 

Der ehemalige Zwangsarbeiter Marcel Elola erzählt

Aus Die Welt.de vom 24.8.2006

Mit Witz - aber nicht heiter

Der ehemalige Zwangsarbeiter Marcel Elola erzählt

In dem Buch "Ich war in Berlin" (Foto) erzählt der Pariser Marcel Elola mit Witz und Chuzpe, was er von 1943 bis 1945 als Zwangsarbeiter in Berlin durchmacht. Der junge französische Fleischer wird im März 1943 zum Zwangsarbeitsdienst deportiert. Er arbeitet in einem Schöneberger Fleischerladen und bewohnt ein eigenes Zimmer. "Ich glaubte, in die Hölle zu gehen und befand mich auf einmal mitten im Paradies", so beschreibt er diese Monate. Später wird Elola in einer Fleischwarenfabrik angestellt, nahe dem Alexanderplatz. Er ist in einem Baracken-Lager in Lichtenrade untergebracht.

Als die Bombenangriffe zunehmen, quartiert man ihn näher an der Fabrik ein, auf einem Dachboden. Wie durch ein Wunder überlebt er die Bomben und das Feuer, rettet Berliner Kinder, erlebt Schwarzmarkt und Nazibonzen. Er wird von den Sowjets nach Odessa deportiert und flüchtet westwärts. Die Liebe zur Arbeit habe ihm im Krieg das Leben gerettet, sagt der 80-jährige Elola im Rückblick.

Herausgeber des Buches ist der Journalist Jean-Paul Picaper, langjähriger Deutschland-Korrespondent des "Le Figaro", in Zusammenarbeit mit dem Verein Berliner Unterwelten. Für Picaper sind Elolas Erinnerungen "ein packender und authentischer Bericht, der zeigt, wie der Mechanismus der Nazidiktatur im Alltag funktioniert".

Erschienen ist das Buch bei der Edition DiversGens, ISBN 3-9809641-3-2, für 10 Euro.

saf

Direktlink: http://www.welt.de/data/2006/08/24/1008546.html
 

Bahn hat Verspätung ? auch bei den Baustellen

Geldmangel und lange Genehmigungsverfahren verzögern Ausbau des Schienennetzes. Auch S-Bahn nach Tegel kommt nicht voran

Von Klaus Kurpjuweit

Der Tagesspiegel berichtet in seiner Druckausgabe vom 21.8.2006:

Auszug:

Dresdner Bahn: Für den Aufbau der Dresdner Bahn durch Lichtenrade nennt das Eisenbahn-Bundesamt keinen Termin für den Planfeststellungsbeschluss. Hier fehle noch die Stellungnahme der Stadtentwicklungsverwaltung als Anhörungsbehörde, teilte eine EBA-Sprecherin mit. Die Arbeiten haben sich um Jahre verzögert, weil der Senat einen Tunnelbau in Lichtenrade durchsetzen wollte, wie es eine Bürgerinitiative fordert. Weil die Bahn dazu nicht bereit war, ließ der Senat das Planungsverfahren mehrere Jahre liegen. Erst jetzt wird weitergemacht – mit der von der Bahn favorisierten ebenerdigen Lösung. Die Dresdner Bahn ist wichtig, weil auf ihr die Züge aus Budapest, Prag und Dresden durch den Nord-Süd-Tunnel zum Hauptbahnhof fahren sollen. Derzeit müssen sie einen Umweg über die Anhalter Bahn einschlagen, was die Fahrtzeiten erheblich verlängert. Zudem soll nach der Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg International (BBI) in Schönefeld alle 15 Minuten der „Airport-Express“ über die Dresdner Bahn fahren. Eine Finanzierungszusage für den Wiederaufbau der Gleise, auf denen Anfang der 50er Jahre die letzten Fernzüge gefahren waren, gibt es auch noch nicht.

Der gesamte Artikel: http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/21.08.2006/2699337.asp

 

Torwart von Hertha Fiedler aus Lichtenrade

Fiedler wohnt mit Familie jetzt zwischen Spandau und Potsdam:

Auszüge aus Die Welt.de vom 17.8.2006

Vom"Fußballer", sagt Christian Fiedler, "sind wie kleine Kinder: Wenn der Ball wieder rollt, rennst du hinterher und hast unendlich viel Spaß dabei ..."

Christian Fiedler läuft als Torwart zwar nicht herum, sondern hält eher den Ball, den die Gegner auf ihn abschießen. Am Ende wird er aber hoffentlich doch viel Spaß gehabt haben, weil er keinen Fehler gemacht und der Hauptstadtklub gewonnen hat. Der 31-Jährige ist ein echtes Berliner Kind aus Lichtenrade, kam als 15-Jähriger zur Hertha und blieb, was im Bundesliga-Geschäft höchst selten geworden ist, den Blau-Weißen allen Höhen und Tiefen zum Trotz treu....

....Vermisst er denn sein Berlin nicht hin und wieder? "In Lichtenrade hat sich wie überall in Berlin so viel verändert. Aber vor allem bin ich rausgezogen, weil es uns in Berlin mit den Kindern zu stressig ist. Hier können sie ungefährdet herumtollen.

Komplett: http://www.welt.de/data/2006/08/17/1000362.html

 

Spende von Hapel auch nach Lichtenrade

Sieg für Tempelhof-Schöneberg beim „Bezirkstag“ des

Deutsch-Amerikanischen Volksfestes

 

 

Beim diesjährigen Wettkampf des „Bürgermeister- und Bezirkstreffens” des 46. Deutsch-Amerikanischen Volksfestes konnte der stellvertretende Bezirksbürgermeister, Dieter Hapel, den 1. Platz unter insgesamt acht Konkurrentinnen und Konkurrenten erringen.

 

Über die Siegprämie von 1.500 Euro freute sich Dieter Hapel. Er wird sie wichtigen sozialen Projekten im Bezirk zur Verfügung stellen.

Dazu zählen das Lichtenrader Tiele-Winckler-Haus, das seit 90 Jahren Erwachsenen mit geistiger Behinderung ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft ermöglicht und der Tempelhofer Hospizdienst Christopherus, ein überkonfessioneller Verein für Krankenbegleitung und ambulante Hospizarbeit.
 

Bericht über eine Tagesgruppe in Lichtenrade / Bericht aus Der Tagesspiegel - Druckausgabe vom 15.8.2006

Als die Schule die Hölle war

Felix kommt jetzt in die vierte Klasse. Er fällt nicht weiter auf. Das war nicht immer so. In der ersten Klasse störte er oft, flog dauernd raus. Erst durch die Betreuung in einer Tagesgruppe fand er zurück in die Normalität

Von Ariane Bemmer

An der Hand seiner Mutter bog Felix im Sommer 2002 in die Reglinstraße ein. Er hatte eine Schultüte und viele Erwartungen und was dann begann, war die Hölle.

Die Reglinstraße ist eine kleine Straße in Schöneberg, es gibt viel Grün hier und mittendrin die Lindenhof-Grundschule. Sie ist klein, fast niedlich, um die 300 Kinder lernen hier. Aber bei Felix hat es nicht geklappt. Er konnte nicht folgen, nicht lernen, nicht begreifen, er hat gestört, wurde zum Kinderpsychologen gebracht, der ihm Medikamente verschrieb, damit endlich Ruhe ist, aber dann bekam er nachmittags, wenn die Wirkung nachließ, Wutanfälle, so gewaltig, dass die Mutter den Sohn nicht wiedererkannte.

Vera Götting steht auf und holt ein Foto. Gegen die Sonne hat sie rote Laken vor die Fenster gehängt, alles sieht rosa aus im Wohnzimmer, und es stapelt sich viel. Vera Götting geht wieder voll arbeiten, da bleibt anderes liegen. Das Bild zeigt einen hübschen Jungen mit einem schmalen Gesicht und mandelförmigen Augen, die brauen Haare stehen strubbelig vom Kopf ab. Die Mutter guckt das Foto an und sieht dabei stolz aus. Der Junge lächelt. Inzwischen geht das wieder. Er hat das dem Tali zu verdanken.

Tali. Sie sagen „das Tali“. Dabei sind die vier Buchstaben eine Abkürzung für die „Tagesgruppe Lichtenrade“. Das Tali ist eine Art Rettungsanker für Kinder, die wegen Verhaltensauffälligkeiten als unbeschulbar gelten. Die Tagesgruppen verteilen sich auf zwei Häuser im lauschigen Teil Lichtenrades, da, wo Berlin als Stadt gar nicht mehr erkennbar ist. Wo alte Gutshäuser an Kopfsteinpflasterstraßen stehen und das Zwitschern der Vögel das beständigste Geräusch des Tages ist. In Kleinstgruppen wird den Kindern beigebracht, wie Schule funktioniert, wie man lernt, wie man Hausaufgaben macht, andere ausreden lässt und sich um seine Hefte kümmert. Ohne Leistungsdruck, mit ganz viel Sport, ganz viel Lob, ganz viel Zuwendung. Die Kinder sollen ihr Selbstvertrauen aufbauen, denn das ist es, was ihnen nach ihren desaströsen Schulerfahrungen am meisten fehlt. Maximal zwei Jahre können die Kinder im Tali bleiben, schon im zweiten Jahr werden sie schrittweise wieder in normale Schulen zurückgeführt. Und das klappt. Seit es das Tagesgruppen-Angebot gibt, hat das Tali 44 Kinder betreut. 16 sind noch im Projekt, zwei haben abgebrochen, sechs wurden an andere Einrichtungen weitervermittelt und 20 bereits erfolgreich re-integriert. Darunter Felix. Wenn nächste Woche die Schule beginnt, geht er wieder in die Lindenhof-Schule, vierte Klasse. Das hat er so gewollt. Er hätte auch an eine andere Schule gekonnt. Die Mutter sagt, dass die Lehrer ihn jetzt mögen. Einer habe gesagt: Wenn ich die Akte nicht kennen würde, käme ich nicht drauf, was Felix hinter sich hat.

Das Projekt wird je zur Hälfte vom Schul- und Jugendamt des Bezirks Tempelhof-Schöneberg bezahlt. Das eine kommt für die beiden Lehrer auf, die stundenweise die Tali-Kinder unterrichten. Das andere finanziert die Unterbringung in den zwei Standorten.

Außer dem Haus am Dorfteich hat die Tali-Gruppe eine renovierte alte Feuerwache, ein Haus, das so romantisch aussieht, dass es auch ein Ferientraumhaus sein könnte. Eine schmale steile Holztreppe windet sich hoch in den alten Wachturm, alles ist bunt bemalt, es gibt nur wenig Türen, es muss Rücksicht genommen werden. Ganz oben ist der Schulraum. Winzig, mit einer kleinen Tafel und Tischen, die in Hufeisenform stehen. Das Haus wird geleitet von Tamara Schönnebeck. Die Mittvierzigerin hat ein offenes Gesicht und kurze blonde Haare, sie trägt einen quer gestreiften Pullover und lacht bloß, als sie beim Griff nach der Milchdose den Kaffeebecher umwirft. Sie spricht von der Not der Kinder, und dass man herausfinden müsse, was dahinter stecke. Kinder, die im Tali ankommen, sagt sie, tragen „ein Päckchen von negativer Schulerfahrung“. Sie redet von Beziehungsangeboten, davon, wie sehr Kinder und Eltern genießen, dass im Tali ein bisschen Unterricht klappt – auch wenn alle wüssten, dass das keine normale Schule sei. Viele Kinder, die im Tali sind, kommen aus Familien, die Probleme haben. Wo es Trennungen gibt oder Drogen oder andere Sachen, die Menschen aus der Bahn werfen können.

Vielleicht war es bei Felix die Trennung der Eltern. Vielleicht auch nicht. Er war schon als Kind sehr unruhig, saß nie still. In der Vorschule, als Disziplin eingefordert wurde, gab es erste Probleme. In der Schule dann eskalierte alles sehr schnell. Nahezu täglich kamen Anrufe der Lehrer: Holen Sie Ihren Sohn ab.

Vera Götting ist zwar schmal, macht aber eine zähen Eindruck. Keine, die aufgibt. Aber als die Monate vergingen und es zwischen ihr und ihrem Sohn jeden Tag ein bisschen furchtbarer wurde, hat sie ihn in eine psychiatrische Klinik gebracht. Von sich aus. Vielleicht können die uns ja helfen, dachte sie. Denn sie selber war am Ende. Sie erzählt von einem Nachmittag. Ihr Sohn war lieb, nicht aggressiv. Er kam zu ihr und nahm sie in den Arm. Sie sagt, sie sei wie erstarrt gewesen. Sie habe die Umarmung nicht erwidern können. Sie nennt das eine „unvorstellbare Situation“. Die Schule sei ihr in der schwierigen Zeit keine Hilfe gewesen. Ob sie dem Jungen auch ordentlich zu essen gebe, habe die Lehrerin sich erkundigt und ansonsten gefunden, Felix solle sich eben benehmen. Irgendwann zwischendurch hat die Mutter auch überlegt, den Sohn in ein Heim zu bringen.

Als man ihr von dem Tali-Projekt erzählt hat, glaubt sie schon nicht mehr, dass es noch eine Lösung geben könnte. Zu verstrickt war sie längst in das Desaster. Mein Sohn und ich gegen den Rest der Welt. Das war ihr Horizont. Und so haben die Pädagogen auch ihr geholfen. Als Felix’ Selbstvertrauen wieder wuchs, musste auch die Mutter lernen, ihm zu vertrauen: Mein Sohn ist elf Jahre alt, er kann vieles ohne mich. An seiner Tür klebt ein Schild. Eintreten ohne Anklopfen verboten. Kaum lesbar wegen der vielen Rechtschreibfehler. Aber auch das werden sie bald im Griff haben. „Es gibt wieder so etwas wie Zuversicht“, sagt Vera Götting. Nach fast zwei Jahren Hölle

oder in Internet direkt unter http://www.tagesspiegel.de/schule/archiv/15.08.2006/2706977.asp

 

Antwort von Martina Rade -Bündnis 90/ Die Grüne- Wahlkreis 7

Ich bedanke mich für Ihre Frage. Ich spreche mich eindeutig für eine Tunnellösung aus. Diese Position habe ich als Bezirksverordnete immer vertreten und würde dies mit Nachdruck auch als direkt gewählte Abgeordnete tun. Aus meiner Sicht können nur so die Beeinträchtigungen für die Anwohnerinnen und Anwohner vermieden werden. Zudem teile ich Ihre Einschätzung, dass die ebenerdige Lösung die Verkehrssituation vor Ort zusätzlich verschärfen würde und auch deshalb abzulehnen ist.

Zu Ihrer Frage zum Ortsteil Lichtenrade möchte ich die Stärkung des Einzelhandels und das Problem des ausgedünnten BVG-Angebotes hervorheben.

Zusätzlich möchte ich das Thema Ganztagsschulen nennen, da ich hier als Vorsitzende des bezirklichen Schulausschusses häufig von Eltern angesprochen werde. Der Ausbau des Ganztagsschulangebotes nach skandinavischem Vorbild ist einer der wichtigsten Hebel für eine erfolgreiche Bildungspolitik. Eine enge politische Begleitung dieses Umbauprozesses ist dabei für mich von hoher Bedeutung, auch um örtlich angepasste Lösungen u.a. beim Raumbedarf umsetzen zu können. Das geht nicht von fernen Amtstuben aus, sondern nur durch den direkten Kontakt zu den Schulen, Lehrern, Eltern und Schülern.

Ferner ist gerade in Lichtenrade ein Defizit an Sporthallenteilen zu verzeichnen. Sowohl für den schulischen Bedarf als auch für die Sportvereine setze ich mich hier für eine umgehende bedarfsgerechte Ausweitung des Sporthallenangebots ein.


Martina Rade

Anfrage siehe Internetzeitung/27.Juli2006 http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2006/07/ 

Ich danke für die Antwort TM

 

Antwort von Wolfgang Kosia -SPD- Wahlkreis 7

Die ebenerdige Führung der Bahn hätte katastrophale Auswirkungen auf den Ortsteil Lichtenrade und würde die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Aus diesem Grunde hat sich die SPD Lichtenrade bereits seit vielen Jahren - im Verbund mit der BI Dresdner Bahn - für die Tunnellösung eingesetzt.

Sollte die Wolziger Zeile geschlossen werden, ist mit einer dramatischen Erhöhung der Fahrzeugbewegungen in der Bahnhofstr. zu rechnen. Damit sind erhebliche Verkehrsprobleme vorgezeichnet, die bei Verzicht auf eine Schließung vermeidbar wären. Die SPD Lichtenrade wir weiterhin für die Tunnellösung kämpfen. So ist sie nicht nur Mitglied in der o.g. Bürgerinitiative, sondern beteiligt sich auch materiell am Aufbau eines Prozesskostenfonds. Selbstverständlich unterstützen wir Lichtenrader Sozialdemokraten die am 1.September geplanten Demostration für die Tunnellösung .

Die wichtigsten Aufgaben für den Ortsteil Lichtenrade - ebenso für alle Bildungseinrichtungen in Berlin unabhängig vom Standort - sehe ich in einer ausreichenden Personalversorgung in Kita und Schule. So kann ich das Engagement der Elternschaft an der Bruno H.Bürgel nur begrüßen, die durch zahlreiche öffentliche Aktionen eine drohende Klassenzusammenlegung , mit der Folge von 30er Frequenzen in drei dritten Klassen, hat abwenden können.

Wolfgang Kosia

Anfrage siehe Internetzeitung/27.Juli2006 http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2006/07/ 

Ich danke für die Antwort TM

 

Antwort von Gönül Glowinski -FDP- Wahkreis 7

Es war zu erwarten, dass einige der Bahnstrecken, die bis vor dem Bau der Mauer in Betrieb waren, wieder belebt werden würden. Die FDP spricht sich von anfang an strikt für eine "Tunnellösung" aus. Entsprechende Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung gehen auf die Anträge der FDP-Fraktion zurück. Die FDP ist Mitglied der Bürgerinitiative. Die vielen Argumente gegen die von der Deutschen Bahn AG und dem SPD-geführten Bundesverkehrsministerium favorisierte oberirdische Trassenführung würden hier den Rahmen sprechen. Angefangen vom Verlust an Wohnwert der Anlieger, über bisher nicht eingehaltene Zusagen mehrerer einstiger Bundesverkehrsminister bis hin zu intransparenten Baukosten und deren Ermittlung.

Leider sind CDU, SPD und Grüne nicht so konsequent: Während diese Parteien auf Bezirks- und Landesebene Krokodilstränen für die Tunnellösung vergießen, wollen sowohl die alte rotgrüne als auch die schwarzrote Bundesregierung Lichtenrade mit einer hohen Lärmschutzmauer durchziehen. Glaubwürdigkeit sieht anders aus, Klaus Wowereit ist aus diesem Kiez bereits weggezogen.

Die oberirdische Trassenführung mit hoher Lärmschutzmauer durch Lichtenrade würde rund um die verbleibenden Übergänge zu einer unverhältnismäßig hohen Verkehrsbelastung für die Anwohner führen. Und dies gilt nicht nur für die von Ihnen genannten Straßen! Die FDP setzt sich konsequent wie bisher für eine umwelt- und anwohnergerechte Neubauvariante ein.

Gönül Glowinski
FDP Tempelhof-Schöneberg

Anfrage siehe Internetzeitung/27.Juli2006 http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2006/07/ 

Ich danke für die Antwort TM

 

PRESSEMITTEILUNG des LortzingClub

LortzingClub stellt sein aktuelles Programm vor

Sechs Tage in der Woche Spiel, Spaß und Erholung in Lichtenrade

 

Ab sofort ist das Programm für die zweite Jahreshälfte des LortzingClubs erhältlich. Im Internet unter http://www.lortzingclub.de oder im Jugendamt Tempelhof-Schöneberg können sich Interessiert darüber informieren, was im südlichen Ende Berlins für Kinder und Jugendliche geboten wird.

Das Programm ist wieder einmal das Ergebnis von vielen Sitzungen mit allen Besucher/innen des Hauses. Durch Fragebogenaktionen und Interviews wurde ein vielfältiges Programm aus Sport, Kultur und Bildung für alle von 6 bis 18 Jahren entwickelt.

Dabei ist eine gesunde Mischung aus Altbewährtem und Neuem hervorgegangen:

Begonnen wird das neue Halbjahr mit einem aufregenden Sommerfest am 27.8., zu dem Jung und Alt eingeladen sind, den Club und seine Arbeit zu entdecken. Mit einem vielfältigen Programm aus den verschiedensten Arbeitsbereichen des Hauses ist für Jeden etwas dabei.

Die beliebten Ferienprojektwochen werden nun auch in den Herbstferien ausgebaut. So wird es eine Theaterspielwoche und erstmals den Kinderkochkurs „Lortzing´s Kochstudio“ geben.

Zur Abgeordnetenwahl im September 2006 ist der LortzingClub Gastgeber der zentralen Erstwähler/innenkampagne für Lichtenrade und kurz danach ein U18-Wahllokal mit anschließender Wahlparty.

Reisen an die Ostsee, Partys für Kinder und Jugendliche, kreative Kurse, sportliche Aktivitäten und verschiedene Bildungsangebote, wie bspw. ein mehrtägiges Seminar „Gegen Drogen“ für Kinder und Erwachsene erweitern unsere Programmvielfalt.

Im Herbst wird zudem unsere neue „LortzingBar“ im Keller der alten Villa eröffnet. Dieses Ergebnis eines Beteiligungsprojektes, das nur mit Hilfe der Kinder und Jugendlichen unseres Hauses ermöglicht worden ist, bietet nun eine noch bessere Möglichkeit, im abgeschlossenen Rahmen Geburtstage für Kinder zu feiern.

Außerdem nehmen wir unseren beliebten wöchentlichen Kochkurs „In 80 Töpfen um die Welt“, dessen Titel mehrfach kopiert worden ist, nach starker Nachfrage wieder in das Programm auf.

Aber auch die „Langen Spielenächte mit Übernachtung“ werden, wie die Lesestunden zur Adventszeit, wieder angeboten.

Für Erwachsene bieten sich nun auch kulturelle Betätigungen, wie bspw. Workshops zu fremden Kulturen oder Trommelkurse.

Die vielleicht wichtigste Neuerung ist bestimmt, dass der Club nach den Sommerferien seine Öffnungszeiten der Nachfrage anpasst und nun sechs Tage in der Woche für Kinder und Jugendliche geöffnet hat. Auch dies ist ein Ergebnis unserer Beteiligungsmodelle all unserer Besucher/innen.

Der LortzingClub lädt alle alten und neuen Besucher/innen ein, diesen Ort der Begegnung aufzusuchen und mit eigenen Ideen zu füllen. Nicht umsonst ist das Motto dieses Hauses: Alles kann geschehen…

LortzingClub

Lortzingstraße 16

12307 Berlin

 

Telefon

030/7560-8232

eMail: team@lortzingclub.de

 

Antwort von Scott Körber -CDU- Wahlkreis 7

Die CDU und ich streben ganz eindeutig eine Lösung im Sinne der Anwohner, also eine Tunnellösung an, um die Anlieger vor unzumutbaren Belastungen durch Lärm, Erschütterungen und Einschränkungen im Straßenverkehr zu schützen. Um stets alle Entwicklungen zu besprechen und sich auszutauschen, steht die CDU in enger Verbindung mit der Bürgerinitiative "Dresdner Bahn".
Allgemeine Ziele für Lichtenrade/Marienfelde sind vor allem eine stärkere Präsenz der Polizei im Stadtbild, damit sich die Menschen wieder sicher fühlen, auch die Sicherung und der Ausbau des Industrie- und Gewerbestandortes Motzener Str. ist enorm wichtig.
Alle notwendigen Renovierungen und Sanierungen von Schul- und Schulsportanlagen müssen schnellstmöglich vorgenommen werden, damit unsere Kinder gute Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Schulbesuch haben.
Der Süden Tempelhofs mit seinen Ortsteilen Lichtenrade und Marienfelde gehört immer noch zu den bevorzugten und schönsten Wohngegenden Berlins. Dies muss auch so bleiben!

Anfrage siehe Internetzeitung/27.Juli2006 http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2006/07/ 

Ich danke für die Antwort TM


 

Antwort von Andrea Kühnemann -SPD- Wahlkreis 8

die SPD Lichtenrade ist Mitglied der Bürgerinitiative – Dresdner Bahn – und setzt sich seit Jahren gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert für die Tunnellösung ein. Der Regierende Bürgermeister hat mehrmals öffentlich erklärt, dass die entsprechenden notwendigen Landesmittel für die KO-Finanzierung des Tunnels sofort zur Verfügung gestellt werden.

Ich beteilige mich zur Zeit an der Vorbereitung einer Demonstration der Bürgerinitiative, die voraussichtlich am 02.09.06 in der Bahnhofstr. stattfinden soll. In den nächsten Monaten wird die Entscheidung des Eisenbahn-Bundesamtes erwartet. Sollte die ebenerdige Bauweise bestätigt werden, bleiben noch vier Wochen Zeit, um Klage beim Bundesverwaltungsgericht einzureichen.

Der ebenerdige Bau muss mit allen politischen und juristischen Mitteln verhindert werden und dafür kämpfe ich auf allen Ebenen.In unserem kommunalen Wahlprogramm spricht sich die SPD Tempelhof-Schöneberg ebenfalls nachhaltig für die Tunnellösung aus.

Die Lebensqualität muß in Lichtenrade erhalten bleiben, das Wohnumfeld darf sich nicht verschlechtern . Die geplante Schließung des Übergangs Wolziger Zeile für den Autoverkehr hat zur Folge, dass nur noch der Schichauweg und die Bahnhofstr. zur Verfügung stehen würden mit erheblichen Folgen für die Verkehrssituation. Wir alle wissen, dass beim Einsatz von Rettungsfahrzeugen jede Minute zählt.
Die Unterführung der Bahnhofstr. ist eine unmögliche Konstruktion, die insbesondere im Winter zu erheblichen Beeinträchtigungen aufgrund der Steigung führen wird, die den Ortsteil nachhaltig zerstört. Auch die Anordnung der Bushaltestellen ist nicht zu verantworten. Eine ebenerdige Lösung
ist meines Erachtens ein erheblicher Verlust an Wohn- und Lebensqualität in Lichtenrade. Die Beeinträchtigungen durch Lärm und Erschütterungen dürfen ebenfalls nicht unterschätzt werden.
Ich setzte mich deshalb mit allen politischen Mitteln auf Bundes- und Landesebene für die Tunnellösung ein. Die geplante ebenerdige Bauweise muss mit allen Mitteln verhindert werden. Für mich gilt das Motto: "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!”
Neben dem Thema "Dresdner Bahn” gibt es natürlich viele bundes- und landespolitische Themen, die alle Bürgerinnen und Bürger bewegen. Ich beschränke mich deshalb auf wenige Themen, die speziell in Lichtenrade eine wichtige Rolle spielen.

Die Lehrerausstattung an den Schulen – insbesondere an den Lichtenrader Grundschulen – muss verbessert werden. Die durch den Senat beschlossenen Neueinstellungen sind ein erster Schritt in die richtige Richtung und führen auch an Lichtenrader Grundschulen zu einer Entlastung. Ich halte es für dringend erforderlich, dass in unserem Ortsteil eine neue Sporthalle gebaut wird. Hierzu bin ich ständig im Kontakt mit unserer Sportstadträtin, Angelika Schöttler. Das Nachbarschafts- und Familienzentrum Finchleystr. benötigt eine verläßliche Finanzierung. Das Unternehmensnetzwerk Motzenerstr. Ist ein bundesweit beachtetes Beispiel für eine gelungene Wirtschaftsförderung, denn die Förderung und Ansiedlung von Unternehmen in unserem Bezirk muss oberste Priorität haben.

Die Bahnhofstr. ist wichtig für eine wohnungsnahe Versorgung und erhöht die Lebensqualität. Hier setzte ich auf das bezirkliche Geschäftsstraßenmanagement. Die B 96 muss endlich entlastet werden insbesondere durch den Ausbau der B 101 und die Fertigstellung der A 113.

Es ist mir ein ganz besonderes Anliegen, das Angebot für Kinder und Jugendliche in Lichtenrade zu erhalten, dazu gehört auch die Qualität der Kindertagesstätten zu verbessern. Ich weiß unsere Lichtenrader Kitas sind auf einem guten Weg. Bei der Ganztagsbetreuung an den Schulen bedarf es auch meiner Sicht noch konzeptionelle Verbesserungen. Ich setzte mich des weiteren gegen der Verkauf von weiteren Wohnungen im sozialen Wohnungsbau ein. Bei der Unterhaltung, dem teilweisen Leerstand und der sozialen Mischung sehe ich dringenden Handlungsbedarf.

Dies sind nur einige Themen, die ich für Lichtenrade als wichtig erachte. Besondern am Herzen liegt mir der Kontakt mit den Lichtenraderinnen und Lichtenradern, nicht abgehoben zu sein und zu wissen, was die Bürgerinnen und Bürger in Lichtenrade bewegt. Bei zahlreichen Veranstaltungen und Terminen haben Sie die Möglichkeit mich persönlich kennenzulernen und sich einen Eindruck von mir und meiner Politik zu verschaffen.

Andrea Kühnemann

Anfrage siehe Internetzeitung/27.Juli2006 http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2006/07/ 

Ich danke für die Antwort TM

 

 

Antwort von Albert Weingartner -FDP- für den WK 8

Ihre fünfteilige Frage möchte ich versuchen in der gestellten Reihenfolge beantworten.

1.
Es war zu erwarten, dass einige der Bahnstrecken, die bis vor dem Bau der Mauer in Betrieb waren und durch die Nachkriegsentwicklung nicht mehr genutzt wurden, wieder belebt werden würden. Die FDP spricht sich strikt für eine "Tunnellösung" aus.

2.
Die FDP in Tempelhof-Schöneberg und ich als ihr derzeitiger Fraktionsvorsitzender stehen von Anfang an zur Tunnellösung. Entsprechende Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung gehen auf die Anträge der FDP-Fraktion zurück. Ich selbst und viele andere FDP-Mitglieder sind Mitglied der Bürgerinitiative. Die vielen Argumente gegen die von der Deutschen Bahn AG und dem SPD-geführten Bundesverkehrsministerium favorisierte oberirdische Trassenführung würden hier den Rahmen sprechen. Angefangen vom Verlust an Wohnwert der Anlieger, über bisher nicht eingehaltene Zusagen mehrerer einstiger Bundesverkehrsminister bis hin zu intransparenten Baukosten und deren Ermittlung.
Leider sind CDU, SPD und Grüne nicht so konsequent: Während diese Parteien auf Bezirks- und Landesebene Krokodilstränen für die Tunnellösung vergießen, wollen sowohl die alte rotgrüne als auch die schwarzrote Bundesregierung Lichtenrade mit einer hohen Lärmschutzmauer durchziehen. Glaubwürdigkeit sieht anders aus, Klaus Wowereit ist aus diesem Kiez bereits weggezogen.

3.
Schon die Frage ist ein weiteres Argument für die Tunnellösung. Die oberirdische Trassenführung mit hoher Lärmschutzmauer durch Lichtenrade würde rund um die verbleibenden Übergänge zu einer unverhältnismäßig hohen Verkehrsbelastung für die Anwohner führen. Und dies gilt nicht nur für die von Ihnen genannten Straßen!

4.
Die FDP setzt sich konsequent wie bisher für eine umwelt- und anwohnergerechte Neubauvariante ein. Wir als Liberale sprechen uns eindeutig für die Tunnellösung aus.

5.
Lichtenrade muss seinen Charakter und Charme behalten. Trotz der großen Verkehrsaufgaben, die ein Außenkiez für die Großstadt Berlin (ohne Mauer, weder durch Lichtenrade noch drumherum!) zu bewältigen hat, ob Schienen-, Straßen oder Wasserwege darf das nicht über Gebühr für die Bewohner des Kiezes zum Absinken des Lebensstandards führen.
Schlagwortartig: Die ständige Ausdünnung des BVG-Netzes in Lichtenrade und anderen Außenbezirken muss ein Ende haben. Schulen und Kindergärten müssen wieder ordentlich in Schuss gehalten werden. Wir brauchen endlich ein zeitgemäßes Angebot an Sportstätten, hier ist unser Bezirk nämlich Schlusslicht in Berlin. Und last but not least: Die gewachsenen Einkaufstraßen dürfen nicht durch übergroße Shoppingcenter kaputtgemacht werden.

Albert Weingartner

Anfrage siehe Internetzeitung/27.Juli2006 http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2006/07/ 

Ich danke für die Antwort TM

 
Über mich
Internetzeitung von www.lichtenrade-berlin.de!
Hier wird jetzt in lockerer Folge von aktuellen Lichtenrader Geschehnissen berichtet. Eine Art "AKTUELLE INTERNETZEITUNG" könnte man auch sagen...
Viel Spaß dabei!
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