Antwort von Peter Hübner -WASG- für den WK 8

Meine Meinung ist, dass Lichtenrade es sich verdient hat einen eigenen Aufschwung zu erleben. Ehemals abseits gelegen, im Schatten einer Mauer dahinvegetierend, mit ständigem Stau auf dem Lichtenrader Damm um erst nach langer Fahrzeit den Stadtkern zu erreichen.

Die Lichtenrader haben es schon lange ausgehalten und sollten nicht erneut ins Abseits gestellt werden!

Gegenwärtig ist eine starke Ausdünnung von Gewerbetreibenden im Einzelhandel zuverspüren. Erst gestern kam ich in die Verlegenheit, nach der Frage eines simplen Produktes, in die Gropius Passagen verwiesen zu werden. Wo sind die Händler, wo ist noch die so gepriesene Konkurrenz des Einzelhandels? Nur mit Obst- und Gemüsehandel ist dieses nicht getan!

Auch eine bereits fehlgeleitete Ansiedlungspolitik, im Bereich John-Locke-Straße, Barnetstraße, Groß-Ziethener Straße, Nahariyastraße und Skarbinastraße, wo es noch nicht brennt wie in den Pariser Außenbezirken, man aber bereits schon einen leichten Brandgeruch in der Nase verspürt, hat Lichtenrade schon stark geschwächt.

Es ist Gigantomanie und ein fehlgeleitetes Bahnanbindungsverständnis, wenn noch letzte intakte südliche Wohnsiedlungsbereiche einer Bahnverkehrsanbindung nach Dresden weichen müssten oder dadurch zu Grunde gehen.

Eine Ebenerdige Befahrung wäre für Lichtenrade ein Todesstoß! VersagteQuerungen wie bei der Wolziger Zeile, würden eine Versackung eines Ortsteiles erzeugen, mit den Folgen eines verengt ablaufenden Verkehrsabflusses, bei schon verstärktem Verkehrsaufkommen durch Mahlow-Waldblick.

In Berlin haben wir einen geschlossenen S-Bahnring, als Querverbinder zu bestehenden Fernverkehrslinien. Weitere Querverbindungen mittels Busverkehr könnten geschaffen werden, wo auch Fahradmitnahme denkbar wäre. In Lichtenrade könnte eine durchgehende Verbindung bis Grünau zu schaffen werden, mit der Abfolge ab S-Bahnhof Schichauweg, Barnetstraße, Groß-Ziethener Straße, durch Großziethen, die Stadtgrenze Rudow streifend, in Anbindung S-Bahnhof Flughafen Berlin-Schönerfeld und Ausbau einer neuen Schleife nach Grünau.

In letzter Konsequenz wäre eine Tunnellösung angesagt, wenn eine Volksbefragung im Bereich Lichtenrade dieses befürworten sollte. Um finanzielle Möglichkeiten dafür zu schaffen könnten Fonds aufgelegt werden!

Ich selbst würde mich dafür einsetzen, dass Lichtenrade eine eigene Stimme bekommt!

Peter Hübner
Direktkandidat für das Abgeordnetenhaus
(Wahlkreis 8)

Anfrage siehe Internetzeitung/27.Juli2006 http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2006/07/ 

Ich danke für die Antwort TM

 

Antwort von Nicolas Zimmer -CDU- für den WK 8

Ich habe mich in der Vergangenheit immer aktiv für eine Tunnellösung für die Dresdner Bahn eingesetzt, schließlich bin ich selber Mitglied der Bürgerinitiative. Ein ebenerdiger Ausbau würde unseren Ortsteil nicht nur durchschneiden und damit zerstören, sondern würde auch fatale Folgen für die verkehrliche Situation haben - alleine schon der Einsatz von Rettungsfahrzeugen könnte um wertvolle Minuten verzögert werden, wenn nur noch der Schichauweg und die geplante Unterführung Bahnhofstrasse zur Verfügung stehen würden. Auch die derzeit bekannte Planung für die Unterführung selbst wirft viele Fragen auf, so soll eine geradezu alpine Steigung der Fahrbahn gebaut werden, was im Winter oder bei heftigen Regenfällen zusätzliche Schwierigkeiten verursachen kann.

Gemeinsam mit unserem Bundestagsabgeordneten Peter Rzepka wirken wir auf unsere Kollegen auf der Bundeebene ein, hier eine politische Lösung zu Gunsten Lichtenrades zu finden. Auch in unserem Berliner Wahlprogramm findet der ebenerdige Ausbau seine ausdrückliche Erwähnung. Als erste Maßnahme für den Falle einer Regierungsgbeteiligung der Union werde ich dafür Sorge tragen, dass die von Rot-Rot Ende letzten Jahres gestrichenen Landesmittel für die Ko-Finanzierung eines Tunnels wieder in den Landeshaushalt aufgenommen werden.

Neben der Frage der Dresdner Bahn ist mir wichtig, dass wir in Lichtenrade die lokale Wirtschaft unterstützen, so zum Beispiel in der Bahnhofstraße aber auch im Gewerbegebiet Motzener Straße. Ich will mehr Lehrer an unseren Schulen, damit weniger Unterricht ausfällt und unsere Kinder eine bessere Bildung bekommen. Und ich will Sicherheit in unserem Ortsteil. Dazu gehört die Bekämpfung von Kriminalität ebenso wie die Durchsetzung von Ruhe und Ordnung im Umfeld der Jugendarrestanstalt Lichtenrade.

Nicolas Zimmer
Vorsitzender der CDU Fraktion
im Abgeordnetenhaus von Berlin

Anfrage siehe Internetzeitung/27.Juli2006 http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2006/07/ 

Ich danke für die Antwort TM

 

Antwort von Fritz Matuschulat -Bündnis 90/Die Grüne- für den WK 8

Eine ebenerdige Führung der Dresdner Bahn würde, neben den bereits in der Öffentlichkeit diskutierten Beeinträchtigungen, natürlich auch zu einer veränderten und nicht gewünschten Verkehrssituation in Lichtenrade führen. Es kann meiner Ansicht nach nur eine zufriedenstellende Lösung geben, nämlich die Tunnellösung. Dafür setze ich mich seit Jahren ein und daran wird sich, sollte ich in das Abgeordnetenhaus gewählt werden, auch nichts ändern.

Matschulat, Direktkanidat für das Abgeordnetenhaus (Wahlkreis 8) für Bündnis 90/Die Grüne

Anfrage siehe Internetzeitung/27.Juli2006 http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2006/07/ 

Ich danke für die Antwort TM

 

Wahlen 2006 - Fragen zu Lichtenrade

Folgende Fragen wurden an die Direktkandidaten für den Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg Wahlkreis 8 / Lichtenrade und Wahlkreis 7 / Lichtenrade Nord und Marienfelde zur nächsten Abgeordnetenhauswahl Berlin am 17. September 2006 gestellt:

 

  • Wie beurteilen Sie die Entwicklungen rund um die Dresdner Bahn in Lichtenrade? Wie ist Ihre Stellungnahme zu der beabsichtigten ebenerdigen Führung der Bahn und der in der Vergangenheit immer wieder von vielen Seiten der Politik beteuerten Tunnellösung? Wie schätzen Sie die Verkehrssituation rund um die geplante ebenerdige Lösung ein (besonders durch die Schließung Wolziger Zeile und verstärkter Verkehr für einige andere Bereiche)? Was wollen Sie und/oder Ihre Partei in diesen Fragen unternehmen?

 

  • Wo sehen Sie die wichtigsten Aufgaben und Möglichkeiten rund um den Ortsteil Lichtenrade?

 

Wahlkreisbewerber - Direktkandidaten:

Wahlkreis 8 / Lichtenrade
Nicolas Zimmer (CDU)
Andrea Kühnemann (SPD)
Fritz Matschulat (GRÜNE)
Albert Weingartner (FDP)
Heidi Kloor (DIE LINKE.PDS)
Peter Hübner (WASG)
 
Wahlkreis 7 / Lichtenrade Nord, Marienfelde
Wolfgang Kosia (SPD)
Scott Körber (CDU)   
Martina Rade (GRÜNE)   
Gönül Glowinski (FDP)   
Carsten Schulz (Die Linke.PDS)


Die Antworten werden auch auf der Lichtenrade-Website www.lichtenrade-berlin.de und dann „Internetzeitung“ anklicken oder direkt unter http://weblog.lichtenrade-berlin.de/ veröffentlicht!

 

Gefragt und veröffentlicht auch unter: http://www.kandidatenwatch.de/tempelhof_schoeneberg_wk_8-637-47.html

 

 

Radfahrerunglück

+++ Unaufmerksam radelte auch ein 43-Jähriger in Lichtenrade, der sich beim Zusammenstoß mit einem Verkehrsschild schwer verletzte. Auf dem Gehweg wollte er drei entgegenkommenden jugendlichen Radlern ausweichen. Dabei stieß er gegen das Schild und stürzte. Die Jugendlichen ließen den schwer Verletzten einfach liegen und fuhren weiter. Der Mann wurde per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, die Polizei sucht Zeugen des Unfalls. +++

taz Berlin lokal vom 25.7.2006, S. 22, 38 Z. (TAZ-Bericht)

 

Das Restaurant Reisel ist seit 140 Jahren in Familienbesitz

Bericht aus der Berliner Zeitung vom 24.7.2006:

Früher gab's Berliner Weiße mit Rum

Claudia Fuchs

LICHTENRADE. Den Vornamen des eigenen Urgroßvaters nicht zu kennen, ist wohl nicht ungewöhnlich. Monika Reisel will es trotzdem wissen: Sie greift zum Telefon, ruft ihre Tante an und weiß wenig später Bescheid: "Das war Gustav Reisel, nicht Johann", sagt sie. Das Beispiel macht klar: Bei Familiengeschichten den Überblick zu behalten, ist nicht immer leicht. Zum Jubiläum ist es aber nötig: Am Sonnabend feierte das Familienrestaurant Reisel in Alt-Lichtenrade seinen 140. Geburtstag. Ungewöhnlich ist nicht nur das Alter: Die Gaststätte befindet sich seit ihrer Gründung1866 in Familienbesitz.

Ihren Anfang nahm die Geschichte des wohl ältesten Familienrestaurants Berlins allerdings weitere 116 Jahre zuvor: Im Jahr 1750 verließ ein gewisser Peter Grunow sein Heimatdorf Kaulsdorf und wanderte nach Lichtenrade aus - in ein winziges Dörfchen mit einer Hand voll Häuser um einen kleinen Teich. Als seine Enkelin Marie Luise 1838 den Stellmacher Rudolf Reisel heiratete, erhielt sie als Mitgift ein kleines Grundstück an der Ostseite der Dorfstraße. Dort, an der so genannten Staats-Chaussee zwischen Berlin und Dresden, eröffnete eben jener Rudolf 1866 eine "Raststätte mit Pferdeausspann", in der Reisende ihre Pferde versorgen und etwas zu essen zu sich nehmen konnten.

Wer das Restaurant mit traditionell deutscher Küche in der Straße Alt-Lichtenrade 83 heute besucht, wird schnell auf die Geschichte aufmerksam gemacht: Historische Fotos zieren eine ganze Wand - sie zeigen Großväter und Urgroßmütter, Tanten, Großonkel, Nichten und Neffen der Familie Reisel.

Doch das Wissen um die langjährige Geschichte ist Monika Reisels Sache nicht: Die Ur-Ur-Ur-Enkelin von Gründer Rudolf Reisel führt das Restaurant zwar seit 1992, doch für Familiengeschichte war zuletzt ihr Vater zuständig. "Er kannte sich da sehr gut aus", sagt die 48-Jährige. Seit dem Tod ihres Vaters vor drei Jahren muss sie sich selbst zurechtfinden in der langen Geschichte: zusätzlich zum Tagesgeschäft mit 13 Angestellten, 100 Plätzen drinnen und weiteren 150 draußen.

Zum Glück gibt es da diese Broschüre, die Helmut Reisel vor zehn Jahren hat drucken lassen - zum großen Fest beim 130-jährigen Jubiläum. Darin wird zum Beispiel beschrieben, dass Reisel im Zweiten Weltkrieg von einem Granatsplitter getroffen wurde, der das Dach durchschlagen und im Stammtisch stecken geblieben war. Erst 1960 fiel er heraus - als ein Gast den damaligen Kreml-Chef Chruschtschow imitierte, der bei einer Rede vor der Uno mit dem Schuh aufs Rednerpult geklopft hatte. Beschrieben wird in der Broschüre auch den "Nebenverdienst" von Monika Reisels Urgroßvater. Der betätigte sich nebenbei als Brauer und stellte eigene Weiße her: Versetzt mit Rum, ließ er das Getränk ein Jahr lang in Tongefäßen reifen, die er im märkischen Sand vergraben hatte.

Doch auch die schönsten Familiengeschichten enden irgendwann. Monika Reisel ist die letzte aus ihrer Familie, die das Reisel führt: Ihre Schwester hat dem Unternehmen den Rücken gekehrt - die Eltern hatten sehr wenig Zeit für ihre Kinder. Und Monika Reisel selbst ist kinderlos. "Ich werde es dann wohl an einen meiner Angestellten übergeben", sagt sie.

 

Fast noch Lichtenrade-Sommerfest in Mahlow am See -Zur Wiedereröffnung!-

 

ELKE HÖHNE  - Aus der Märkischen Allgemeinen vom 14. Juli 2006

MAHLOW Direkt aus dem Wasser steuern zwei ältere Damen in nassen Badeanzügen auf Barbara Kühl zu. "Hätten Sie Interesse an einer großen Tischtennisplatte, bei uns steht sie nur rum", fragen sie die Inhaberin des Seebads in Mahlow. Die freut sich. "Na klar, das ist doch was für die Kinder", bedankt sie sich.

Die Frauen, so erzählt Barbara Kühl, kommen regelmäßig zu ihr an den See zum Baden. Überhaupt sind es viele Stammgäste, die die Idylle am See mit gepflegter Liegewiese und kleiner Gastronomie unterm Sonnenzelt genießen. An sonnigen Tage wie diesen besuchten rund 500 Badegäste pro Tag die Oase in Mahlow, am Wochenende waren es gar an die 2000. Vor allem Familien rücken an, wie Torsten Lück, der seiner Tochter Dominique versprochen hat, "endlich mal schön baden zu gehen." Seit Jahren, eigentlich seit der Wende, so erklärt der Papa, hat die Familie aus Lichtenrade das Fleckchen Erde in Mahlow für sich entdeckt und auch mitgebangt, wie es denn weitergehen werde.

Denn Anfang August vergangenen Jahres wurden Restaurant und Café am See in Mahlow zu einer Ruine. Der Brandstifter wurde zwar gefasst, doch für Barbara Kühl stand die Frage, wie es nun weitergehen soll. Schließlich ist der Badebetrieb nur die eine Seite ihres Konzepts. Zur anderen Seite gehörte das Restaurant, und das war bereits bis Ende des Jahres ausgebucht, zudem bangten zwölf Mitarbeiter, darunter fünf Lehrlinge, um ihre Zukunft.

Jetzt erst recht sagte sich nach dem Brandanschlag die Inhaberin des Grundstücks und legte sich für einen Wiederaufbau ins Zeug. Eine Etage höher, über der dann wieder rund 65 Plätze umfassenden gastrononmischen Einrichtung, erfüllte sie sich einen Traum. Hier sollen acht Pensionszimmer entstehen.

Davon ist bereits viel zu sehen. Doch Barbara Kühl muss sich noch in Geduld üben, ehe die Baustelle keine mehr ist. Ungeduldig warten auch die Mitarbeiter auf einen "richtigen" Start. Die ersten Höhepunkte - sie sollen gewiss nicht die letzten sein - sind schon fest eingeplant. "Unser erstes Sommerfest mit Live-Musik findet am 26. August um 19 Uhr am Mahlower See statt", teilt die Inhaberin mit. Eine große Nachfrage nach Familien- und Betriebsfeiern besteht.

Dann feiern rund 120 Kinder aus der Kita "Spektakulum" den Geburtstag des Monats bei ihr, im September schlägt die Jugendfeuerwehr ihr Sommerlager auf, danach sind Konzerte geplant. "Gemeinsam mit unseren Nachbarn, die einen Campingplatz errichten, wollen wir ein Freizeit- und Kulturzentrum schaffen", so Barbara Kühl. Leider, so bedauert sie, halte der öffentliche Bus noch immer nicht vor dem Seebad.

 

Trotz Beschwerden: Alkohol ist in Parks erlaubt

Der Dorfteich in Lichtenrade ist ein kleines Feuchtbiotop, das die Anwohner zu schätzen wissen. Weil sich dort aber häufig "eine problematische Szene aus dem Trinker- und Dealermilieu" treffe, wollte der CDU-Verordnete Christian Zander in einer Anfrage von Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD) wissen, was dieser dagegen zu unternehmen gedenke.

"Ordnungsdienst-Mitarbeiter überprüfen seit einem Jahr den Bereich", so Band. Sie hätten festgestellt, daß sich dort bis zu drei Frauen, acht Männer und auch einige Jugendliche treffen, um Alkohol zu trinken. "Allerdings konnte Drogenhandel und -konsum nicht festgestellt werden", so Band. Die Kiezstreife hätte mündliche Ermahnungen ausgesprochen - viel mehr sei nicht möglich: " Es ist keine Straftat und auch keine Ordnungswidrigkeit, in Parkanlagen alkoholische Getränke zu sich zu nehmen", so Band.

Er informierte darüber, daß per Gesetz seit dem 26. Juni das Trinken auf öffentlichem Straßenland keine Ordnungswidrigkeit mehr darstelle. ij


Artikel erschienen in Der Weltam Mo, 3. Juli 2006

 
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