21. Frauenmärz in Lichtenrade - Lichtenrade ist super!

„Die lange Tradition vom Frauenmärz in Tempelhof-Schöneberg wird fortgesetzt!“ Dies war die wichtigste Nachricht, die der Bezirksbürgermeister Ekkehard Band in seiner Ansprache zur Eröffnung verkündete.

Die Eröffnung des Frauenmärz fand am 3.3.2006 im Gemeinschaftshaus Lichtenrade statt. Jeder Stuhl im Saal war unmittelbar nach der Öffnung des Saales besetzt. Ein reges Treiben herrschte im Vorraum und in den angrenzenden Räumen vom Seniorenclub. Frohe Erwartung war in den Augen der Besucherinnen und Besucher zu lesen. Ja, auch einige männliche Exemplare waren vertreten und herzlich willkommen.

Im Saal saß man nun schon und die Band „BrassAppeal“ sorgte für Kurzweil. Bei fetziger Blasmusik tanzten die vier Frauen durch den Saal und überbrückten die Zeit bis zur offiziellen Eröffnung. An zwei Leinwänden wurden „historische“ Fotos der letzten Veranstaltungen gezeigt. So konnte man den jungen Klaus Wowereit, damals noch Volksbildungsstadtrat, sehen. Er hat stets die Veranstaltung gestützt.

Kurz nach zwanzig Uhr ging das Licht aus. „BrassAppeal“ brachte noch einiges von ihrer Musikshow zu Gehör und die Journalistin Petra Schwarz, Moderatorin des Abends, sagte die erste Rednerin an. Bürgermeisterin und Senatorin für Justiz Karin Schubert eröffnete die Veranstaltung. Sie erzählte humorvoll und locker von ihren beruflichen Erlebnissen und ihrer Sicht der Frauenförderung. Es war ein Ohrenschmaus der Rede zu lauschen. Mit den Worten: „Hiermit eröffne ich den 21. Frauenmärz“, konnte die Veranstaltung so richtig losgehen. Bezirksbürgermeister Band und Bezirksstadtrat Hapel rundeten den Beginn mit Wortbeiträgen ab. Hapel las auch die Grußworte der Schirmherrin und Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Urula von der Leyen vor.

Die „Bunten Zellen“, ein deutsch-türkisches Theaterprojekt im Nachbarschaftszentrum Schöneberg, stimmten ein Lied an. Das „Werkhaus Anti Rost“ aus Mariendorf legte eine Modenschau auf die Bühne, wo selbst Claudia Schiffer neidisch werden würde. So wurden u.a. Trümmerfrauen, Petticoat-Girls, elegante Damen und „Emma“-Frauen in einer sehr alternativen Schau zur „Rolle der Frau“ gezeigt. Spontan, locker und unterhaltsam führte die Organisatorin Ute Knarr-Herriger durch die Modenschau der Jahrzehnte.

In der Pause konnten sich die Gäste von der ufaBäckerei bewirten lassen. Dies galt natürlich nur für die Menschen, die Geduld an den langen Schlangen vor der Theke bewiesen.

Das „Kabarett Korsett“ (http://www.kabarett-korsett.de) fehlten auch dieses Jahr nicht auf dem Fest. Sie zeigten schwungvoll und gekonnt Ausschnitte aus dem neuen Programm „Mit allen Wasssern gewaschen“. Übrigens wird das Kabarett am 2. April 2006 im Gemeinschaftshaus Lichtenrade im Rahmen einer Volkshochschulveranstaltung mit freien Eintritt auftreten. Eine Reservierung ist jedoch erforderlich (Marion Schüttrup 030 - 7846430 oder per Mail monikaw@kabarett-korsett.de). Dort kann man noch mal die Kölsche Putzfrau von Kohl, Schröder und Merkel erleben, wie sie aus dem Nähkästchen plaudert oder die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt alternative Tipps zur Gesundheitsreform vorstellt.

Die Krönung des Abend war dann jedoch Maren Kroymann mit ihrer Band. Die stellte Ausschnitte aus dem Programm „Gebrauchte Lieder“ vor. „Lichtenrade ist super, es wurde ja auch langsam Zeit, dass wir mal hier sind“ waren Maren Kroymann´s erste Worte. Damit hatte sie das Publikum gekonnt auf ihre Seite gezogen, was sie aber gar nicht brauchte. Die Frauenmärz-Besucher lauschten fasziniert den Ausführungen der Künstlerin zu den Frauen und Männer der fünfziger Jahre. Im Westen von Deutschland rauschten die Wildgänse durch die Nacht, die „Ami-Jungs“ überzeugten durch ihre sensiblere Lockerheit. Die Cowboysongs von Hank Williams, der Rock´n Roll von Elvis aber auch Udo Jürgens brachte Kroymann exzellent zur Geltung. Mit ihrer starken Röhre, manchmal hingehaucht, konnte sie alle Songs überzeugend interpretieren. Zum Thema Selbstmitleid hat sie den Deutschen auf den Mund geschaut „Selbstmitleid ist vitale Lebensenergie, man muss es nur können!“ und „...

aber ich will ja nicht klagen“ bis zur „Kompetenz für Depressionen“ spielte Kroymann mit einer Leichtigkeit mit den Worten.

Den Applaus und viele Lacher hatte sie auch auf ihrer Seite, als sie erklärte: „Allgemeingut wird ein Gedanke, wenn er in der Hitparade war - Dies macht Dieter Bohlen so gefährlich“.

Sprachwitz und gekonnte Liedinterpretationen brachten beim Publikum wahre Begeisterungsstürme hervor.

Der Abend war rundum gelungen!

So langsam kann wirklich nicht mehr von der Kulturwüste in Lichtenrade oder im Bezirk gesprochen werden. Der Frauenmärz ist ein gutes Stück daran beteiligt.

Den Organisatorinnen Ute Knarr-Herriger und Melanie Kühnemann sei Dank gesagt. Lichtenrade freut sich auf den 22. Frauenmärz!

Die vielen interessanten Programmpunkte findet man im Internet unter http://www.frauenmaerz.de

Online-Pressedienst-Lichtenrade/Thomas Moser

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