Lichtenrader Rechtsanwalt ging erst 1939 nach Palästina

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Texte des Vergessen" im Haus Cato Bontjes van Beek wurde "Der lange Weg nach Palästina", die Geschichte einer Lichtenrader Familie in Briefen, vorgestellt. Mitglieder der Lichtenrader Geschichtswerkstatt lasen Briefe von Ernst Pinner aus der Zeit von 1910 bis 1947 an seine Schwester. Der Lichtenrader Rechtsanwalt (wohnhaft in der Paetschstr. 28) reflektierte in den Briefen über Judentum, Gesellschaft und Politik. Ernst Pinner beleuchtete die damalige Zeit und gab ein Bild in sein persönliches Schicksal. Erst im August 1939 ist er nach Palästina ausgereist. Pinner liebte sein Land und wollte in Deutschland bleiben. Das Berufsverbot, die allgemeine Situation der Judenverfolgung und die Quälereien der Kinder in der Schule zwangen die Familie dann doch zur Ausreise. Die Geschichtswerkstatt hat mit den Kindern von Pinner Kontakt aufgenommen und konnten so das Bild der damaligen Zeit vervollständigen. Viele Briefe konnten nur Andeutungen enthalten. Die Angst der Zensur war dabei sicher der Hintergrund. In Palästina (noch vor der Staatsgründung von Israel) fing die Familie ihr Leben bei Null an und bauten eine Hühnerfarm auf. Die Veranstaltung war stimmungsvoll vom 13 jährigen Pianisten Marlon umrahmt.

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