Protestveranstaltung Dresdner Bahn - Bahn zerschneidet Lichtenrade

Am 19. August fand  im Gemeinschaftshaus Lichtenrade eine Prostestveranstaltung der Bürgerinitiative "Dresdner Bahn" statt. Anwesend als Senatsvertreter war Dr. Kalender und die MdB Könighaus (F.D.P.) und Rzepka (CDU) sowie der Wahlkreisabgeordnete Nicolas Zimmer (CDU). Der Reg. Bürgermeister Wowereit hatte in einem Gespräch am 12.8. nochmals betont, dass er zu den Zielen der BI steht. Anlass der Veranstaltung war, dass  jetzt Ergängzungsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren im Gemeinschaftshaus ausliegen (Termine siehe Aktuelle Tipps). Besonders ist bei den neuen Unterlagen zu vermerken, dass bei der S-Bahn kein Erschütterungsschutz mehr vorgesehen ist. Ansonsten bleibt es bei der Untertunnelung der Straße am S-Bahnhof Lichtenrade und der Schließung des Bahnübergangs in der Goltzstraße/Wolziger Zeile.
Der Senatsvertreter teilt mit, dass die Bemühungen des Senats zur Änderung der Pläne keinen Erfolg hatten und die überarbeiteten Teile nun nach dem Gesetz auszulegen sind. Die alten Unterlagen werden aber auch zugänglich sein. Im Jahre 2006 wird dann ein Erörterungstermin stattfinden. Der Senat bleibt zwar bei seiner ablehnenden Haltung, man wird sich aber einer Klage nicht anschließen. Herr Rzepka teilt mit, dass die Bundestagsfraktion der CDU sich für die Tunnellösung positioniert hat. Er geht davon aus, dass dies nach den Wahlen bei einer möglichen Regierungsübernahme dabei verbleibe.  Herr Zimmer kritisiert die Bereitschaft des Senats sich einer Klage anzuschließen. Herr Mertins von der BI stellt noch einige Details vor. So werden die Fernbahngleise in Schotteroberbauweise angelegt. Die Erschütterungern sind in mindestens 200 m Entfernung zu spüren. Schallschutzwände sind in 4 m Höhe vorgesehen. Effektiv wären diese jedoch erst in einer Höhe von 8 m.
Es wird davon ausgegangen, dass sich Neubürger noch gegen die  Pläne wehren können. Diese müßten in das Planfeststellungsverfahren mit einbezogen werden. Es wurde auf die Notwendigkeit der finanziellen Untersützung der BI für eine Prozess hingewiesen (siehe hier auch Aktuelle Tipps). Die Auslegung der Unterlagen läuft noch bis zum 22. September im Gemeinschaftshaus Lichtenrade.
Hinweis des Verfasses: Ich finde es besonders bemerkswert, dass die Schallschutzwände an der Stelle, wo sich der Schall weit verbreiten kann, nämlich am neuen Tunnel auf Höhe der jetzigen Schranke, die Wand aus Gründen der Statik nur 2,50 m hoch werden soll (sonst 4 m). Statik ist offensichtlich wichtiger als Schallschutz für die Bürger!

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